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NN-Foto: Michael Bühs
18. November 2024 Von NN-Online · Emmerich

SPD Emmerich: Brauchen ein kommunales MVZ

Medizinischen Versorgungszentrum für die hausärztliche Versorgung

EMMERICH. Angesichts des zunehmenden Hausärztemangels in Emmerich hat die SPD-Ratsfraktion einen Antrag auf Prüfung der Errichtung eines kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (kMVZ) gestellt. „Ziel ist es, mit dem kommunalen medizinischen Versorgungszentrum die hausärztliche Versorgung für Emmerich nachhaltig zu sichern“, erläutert Vorsitzende Meike Schnake-Rupp.

Die Situation sei ernst, wie die SPD mitteilt: Hausarztpraxen haben Aufnahmestopps, Wartezeiten bei Fachärzten sind lang, und fünf Hausarztsitze im Bereich Emmerich-Rees sind derzeit unbesetzt. „Mit einem kommunalen MVZ möchten wir gezielt Maßnahmen gegen den drohenden Versorgungsnotstand ergreifen. Emmerich benötigt neben der stationären Versorgung durch das Krankenhaus und ergänzend zu den vorhandenen Praxen und dem Gesundheitszentrum dringend eine Lösung für die Zukunft der hausärztlichen Versorgung“, sagt Schnake-Rupp.

Das kMVZ soll nach Vorstellungen der SPD als Modell dienen, um Ärzte anzuziehen, die flexibel und ohne eigenes wirtschaftliches Risiko in einem Anstellungsverhältnis arbeiten möchten. Dabei sollen insbesondere junge Ärzte angesprochen werden, aber auch für ältere Mediziner, die beruflich kürzertreten möchten, kann dies eine Alternative sein.

„Ziel des kMVZ ist, die hausärztliche Versorgung sicherzustellen. Es ist keine Konkurrenz für das Krankenhaus oder bestehende hausärztlichen Strukturen in unserer Stadt, ganz im Gegenteil. Wenn sich auf diese Weise neue Ärztinnen und Ärzte finden, die Interesse haben, im kMVZ zu arbeiten, können die freien Hausarztsitze dadurch sofort besetzt werden, und die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt wären besser medizinisch versorgt“, betont Fraktionsgeschäftsführer Daniel Klösters.

Die SPD hat daher beantragt, die Stadtverwaltung zu beauftragen, eine umfassende Machbarkeitsprüfung durchzuführen und externe Fachberater hinzuzuziehen. „Der Ärztemangel ist ein deutschlandweites Problem vor allem im ländlichen Raum, doch mit innovativen Ansätzen wie dem kMVZ können wir vor Ort konkrete Lösungen schaffen“, ergänzt Jan Ludwig, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Das kommunale MVZ soll ein wirtschaftlich tragfähiges und zukunftsorientiertes Konzept sein, das die hausärztliche Versorgung langfristig stabilisiert. Deutschlandweit gibt es dafür Beispiele; zuletzt hat sich Goch auf den Weg gemacht, ein kMVZ zu gründen, das Anfang 2025 an den Start gehen soll.

NN-Foto: Michael Bühs

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