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Die Lesekönig-Finalisten aus Appeldorn inmitten ihrer Mitschüler. NN-Fotos (2): SP
28. Februar 2024 · Sabrina Peters · Kurzmitteilungen

Spannende Bücher, noch spannendere Vorleser

Luisa ist die neue Lesekönigin an der Heinrich-Eger-Grundschule in Appeldorn

APPELDORN. Die Familie Hackebart hat es Luisa beim Lesen ganz besonders angetan. Die Neunjährige hat zwar in den vergangenen Wochen alle sechs Bücher des diesjährigen Lesekönig-Vorlesewettbewerbs der Klever Buchhandlung Hintzen, der Sparkasse Rhein-Maas und den Niederrhein Nachrichten gelesen, aber die vielfältigen und amüsanten Geschichten und Charaktere aus „Crazy Family – Die Hackebarts räumen ab“ von Markus Orths sind der Drittklässlerin ganz besonders in Erinnerung geblieben.

„Jeder war anders“, meinte Luisa, die beim Vorlesen so vertieft in ihre Textpassage schien, dass sie schlussendlich mit einem wirklich ganz knappen Vorsprung auf die beiden Zweitplatzierten Maren und Marius sowie Marlene auf Platz drei die diesjährige Lesekönigin der Heinrich-Eger-Grundschule in Appeldorn wurde. Die beiden weiteren Finalisten Amalia und Steffen waren den vieren aber ganz dicht auf den Fersen, wie die Lesekönig-Jury bestehend aus Sigrun Hintzen von der Klever Buchhandlung Hintzen, Ingrid Lamers von der Sparkasse Rhein-Maas und NN-Redakteurin Sabrina Peters fand.

Luisa hatte sich jedoch eine teilweise herausfordernd zu lesende Textpassage mit einer deutlichen Botschaft ausgesucht. Sie erzählte von einer Veranstaltung von Aktivisten, die außer Kontrolle geraten war und davon, dass die Omas und Opas eigentlich zu den Demonstrationen von „Fridays for Future“ gehen müssten und nicht die Enkelkinder. „Wir müssen den jungen Menschen helfen, die Erde zu retten“, sagt Opa Kuno in dem Buch. Schließlich sei es seine Generation gewesen, der es über Jahrzehnte nicht gelungen sei, den Planeten zu beschützen.

Der Zweitplatzierte Marius hatte sich für eine besonders witzige Textstelle am Anfang des Buches „Crazy Family – Die Hackebarts räumen ab“ entschieden. Dort ging es um den Vornamen der Tochter. „Jedes Kind ist einmalig. Deshalb soll jedes Kind einen absolut einmaligen Namen tragen“, las Marius vor. Popovaca, eine Stadt und eine Gemeinde in Kroatien, dem Heimatland von Mutter Hackebart, sollte zunächst als Inspiration dienen. Als zweite Wahl standen noch der New Yorker Ortsteil Brooklyn („Dort haben wir uns im Urlaub kennengelernt“) und der englische Name für Sonnenuntergang, „Sunset“, zur Auswahl. Am Ende reihte sich Brooklyn in die Liste der vier merkwürdigen Vornamen der Kinder (Brooklyn, Zosch, Mönkemeier und Lulu) ein. „Das Buch war so lustig, dass ich angefangen habe und es so spannend fand, dass ich es immer weiter und weiter gelesen habe“, erzählte Marius.

Stolz berichteten alle sechs Appeldorner Lesekönig-Finalisten, dass sie gerne lesen, wenn sie ein Buch direkt als spannend erachten. Neben der „Crazy Family“ fanden die Grundschüler auch „Das Klugscheißerchen“ von Marc-Uwe Kling besonders mitreißend und witzig – so sehr, dass sie am Ende sogar traurig waren, wenn sie es ausgelesen hatten und sich von ihren Romanfiguren verabschieden mussten. Doch zum Glück fanden sie in zahlreichen weiteren aufregenden Kinderbüchern direkt Nachschub.

Und die Appeldorner Drittklässler zeigten beim Vorlesewettbewerb, dass häufiges Lesen dabei hilft, seinen Wortschatz zu erweitern und gut (vor-)lesen zu können. Damit waren sie am Ende ohnehin alle Lesekönige. Sabrina Peters

Die Lesekönig-Finalisten aus Appeldorn inmitten ihrer Mitschüler. NN-Fotos (2): SP

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