"Nicole Peters bei Tier-Konferenz, umgeben von Tieren, NN-Foto"
26. September 2026 Von NN-Online · Goch

Skulpturen der Vielfalt für Kita in Worms

Nicole Peters gestaltet eine bunte „Konferenz der Tiere“

ASPERDEN. Nicole Peters hat mit ihrem neuesten Projekt „Konferenz der Tiere“ einen Ort geschaffen, der die Kreativität und die Neugier der Kinder der Kita „Arche Noah“ in Worms-Rheindürkheim fördert. Sie hatte den Einladungswettbewerb „Kunst am Bau“ gewonnen. Die Künstlerin, die bereits zahlreiche Projekte in der Region umgesetzt hat – zuletzt noch die „Miteinander-Großskulptur“ in Bedburg-Hau, ließ sich hierbei von Erich Kästners berühmtem Werk inspirieren. „Hier kann man sitzen, sprechen und spielen“, erklärt Peters, die wie immer besonderen Wert darauf gelegt hat, dass die Kinder in den Entstehungsprozess eingebunden werden. Es hatten außer ihr noch sieben weitere Künstler teilgenommen, mit ganz vielfältigen Richtungen: Malerei, Mosaik, und auch eine Steinbildhauerin. „Ein Kollektiv guter Ideen“, so Nicole Peters.

Bei einem Kolloquium im November vergangenen Jahres, das im Rahmen der neu gebauten Kita stattfand, war zunächst unklar, wo die Kunstwerke aufgestellt werden sollten. Schließlich wurden die bespielbaren Tierskulpturen in einem von Hainbuchenhecken eingerahmten Bereich mit einem Durchmesser von fünf Metern geplant. „Statt der ursprünglich vorgesehenen Sitzsteine gibt es nun die Tierskulpturen“, erklärt Peters, die die Wünsche der Kinder in ihre Arbeit einfließen ließ. Diese hatten sich ein Kletterkunstwerk gewünscht und durften per Abstimmung über die Auswahl der Tiere mitentscheiden. So entstand eine bunte Tiergruppe mit Vertretern verschiedener Kontinente: Pferd, Tiger, Giraffe, Löwe, Elefant und sogar ein australischer Numbat, auch Ameisenbeutler genannt. Bald macht sich die „Konferenz der Tiere“ auf den Weg nach Worms. Sie sei nicht nur bespielbar, sondern auch ein Verweis auf das Artensterben und den auch in Deutschland unzureichenden Schutz von Kinderrechten, so die Künstlerin. Sie hat sich einen Namen mit ihren einzigartigen Skulpturen gemacht. „Ich weiß, wie ich bauen muss“, schmunzelt sie mit Blick auf ihre Erfahrungen aus diversen Projekten dieser Art. Peters legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und verwendet für ihre Skulpturen glasfaserarmierten Beton, der über Stahlkonstruktionen geformt wird. Die Schweißarbeiten führte ein Schlosser aus, die Verzinkungen übernahm eine spezialisierte Verzinkerei. Insgesamt benötigte das Projekt 147 Seiten Statik und musste verschiedene DIN-Normen einhalten. „Der Affe war fast fertig, als sich herausstellte, dass die Lücke zwischen ihm und der Giraffe nicht die vorgeschriebenen 23 Zentimeter beträgt. Also musste das noch geändert werden“, erläutert Peters die Herausforderungen während der Bauphase. Begonnen hat sie mit dem Bau im März dieses Jahres in ihrer Halle. Nun, da das Projekt abgeschlossen ist, bleibt für die Künstlerin die Frage, ob sie ab Winter wieder im Atelier steht und malt. Derzeit nimmt sie noch an einem Wettbewerb in Lindau teil, dessen Ausgang sie gespannt erwartet. Davon hängt dann die weitere Planung ab. Corinna Denzer-Schmidt

Nicole Peters im Kreis der Tier-Konferenz. NN-Foto: CDS

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