"Theaterbühne mit positiver Bilanz, Theater im Fluss beendet Jahr erfolgreich"
30. September 2026 · Kleve

Schwarze Zahlen und die Dezembertapete

Theater im Fluss ist bereit für das Großprojekt Weihnachtsgeschichte

KLEVE. Der Hilferuf kam im Mai. Theater im Fluss vor dem Aus?, lautete die Frage. Zum Auftakt des Oktober: eine Teilentwarnung. Das laufende Jahr wird für die Jugendkunstschule mit schwarzen Zahlen enden. Das verkündeten Lena Frost (Geschäftsführerin) und Janis Krebbers (künstlerischer Leiter) jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz.

Nachdem bekannt wurde, dass es nicht gut steht um das Theater, gingen 13.700 Euro an Spenden ein. Rund 30 neue Fördermitglieder brachten zusätzliche 3.700 Euro und auch die Karl und Maria Kisters Stiftung half mit 10.000 Euro aus. Lena Frost: „Außerdem haben wir eine Förderzusage über drei Jahre von Seiten der Zevens Stiftung.“ Trotzdem werden nicht die Sektkorken knallen, denn auch im kommenden Jahr wird – zusätzlich zu den Geldern, die das Theater von der Stadt erhält – Geld gebraucht. Lena Frost: „Was mich besonders gerührt hat, war, dass einige unserer Jugendlichen, als sie von dem Engpass gehört haben, auch etwas tun wollten und das Theater ihr zweites Zuhause nannnten.“ Dem Spielplan des Theaters merkt man indes keine Krise an. Allein zwölf Premieren stehen/standen 2026 auf dem Plan. Auch eine Möglichkeit, dem Theater Planungssicherheit zu ermöglichen, ist vielleicht der Kauf einer Jahreskarte (100 Euro, ermäßigt 70 Euro). Janis Krebbers: „Mit dieser Karten ist dann der Eintritt zu allen von uns veranstalteten Vorstellungen kostenlos.“

Bei manchen Vorstellungen sollten sich Interessierte übrigens rechtzeitig um Karten kümmern. Die Rede ist da vor allem von den sieben Aufführungen der „Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens. „Damit haben wir quasi den Monat Dezember tapeziert“, sagt Janis Krebbers, der zusammen mit Yannis van Soest Regie führen wird. Konkurrenz in Sachen Weihnachtsgeschichte gibt es auch. Lena Frost: „Demnächst wird auch eine Verfilmung mit Johnny Depp ins Kino kommen und in der Stadthalle wird es eine Aufführung geben.“ Die wird dann allerdings von anderen gespielt.

Zwei Theatergruppen wurden für das „Großprojekt Weihnachtsgeschichte“ zusammengelegt. Für Krebbers, van Soest und Frost ein Wiedersehen mit einem Stück, bei dem sie einst selbst zum Cast gehörten. Wie lange das her ist? „Mindestens zehn Jahre, wenn nicht mehr.“ Und was gibtˋs noch? Jede Menge – versteht sich: Auf dem Spielplan stehen Konzerte, Lesungen, eine Benefiz-Soirée, Theaterfrei, ein Zweipersonenstück („Haderlupf und Giebelstroh“), bei dem van Soest und Krebbers spielen, ein Dreipersonenstück („Der Junge im Bus) und – wie immer – die „Weltreise“ (Musik, Essen. Begegnung). Es lohnt sich also in jedem Fall, die Internetseite des Theater anzusteuern oder – ganz old School – einen Blick in die Zeitung zu werfen, wo selbstverständlich bei Zeiten alles angekündigt wird. Der Tipp: Einfach mal hingehen und (Förder)Mitglied, Sponsor oder Spender werden.

Die Bühne wird auch künftig nicht verwaist sein. Das Theater im Fluss wird das laufende Jahr mit schwarzen Zahlen beenden. Foto: Theater im Fluss

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