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Friedel Floer vom Bereich Tiefbau der Stadt Geldern steht bei Fragen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.Foto: Stadt Geldern/Terhorst
2. Februar 2024 · Geldern

Schutz vor Überflutung: Stadt bietet Beratungsgespräche für Eigentümer an

Starkregenanalyse für Geldern und Veert im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Liegenschaften vorgestellt

GELDERN. Nachdem bereits die Starkregenkarten für Lüllingen und Walbeck von der Stadt Geldern erstellt worden sind, wurden im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Liegenschaften zuletzt die Ergebnisse der Starkregenkarten für Geldern und Veert vorgestellt. Diese Karten werden auch noch für alle weiteren Ortschaften erstellt. Für betroffene Bürger sowie Unternehmen bietet die Stadt Geldern persönliche Beratungsgespräche an. Die schlimmen Bilder aus dem Ahrtal, die die Flutkatastrophe 2021 produziert hat, sind vermutlich noch jedem präsent - Bilder von zerstörten Häusern, vom braunen Schlamm und vielen Menschen in Not. Experten und Wissenschaftler sind sich einig: Aufgrund des Klimawandels werden Starkregenereignisse in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Die Schäden und Gefahren, die dadurch entstehen, sind enorm. Deshalb hat sich die Stadt Geldern schon vor einiger Zeit auf den Weg gemacht, sogenannte Starkregenkarten für alle Ortschaften sowie die Gelderner Innenstadt anfertigen zu lassen, um so die möglichen Schadenspotentiale bestimmen zu können.

„Schon vor der Flutkatastrophe im Ahrtal hatten wir uns überlegt, das Thema aufzubereiten, um den Bürgerinnen und Bürgern wichtige Infos zur Hand geben zu können. Denn die Ereignisse treten nachweislich häufiger auf“, sagt Stefan Aben, Leiter des Teams Erschließung im Bereich Tiefbau bei der Stadt Geldern. In Schritt eins und zwei wurden die Ortschaften Walbeck und Lüllingen-De Klus untersucht. Im nächsten Schritt wurden jetzt die Starkregenkarten für Geldern und Veert erstellt. Hierzu hat das beauftragte Ingenieurbüro das Überschwemmungsrisiko durch Starkregen mittels geographischer Informationssysteme erfasst. Im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Liegenschaften wurden die Ergebnisse zuletzt bereits vorgestellt.

„Für die Erstellung der Karten wurde der ,Worst-Case-Fall` angenommen“, sagt Friedel Floer, vom Team Erschließung bei der Stadt Geldern und projektverantwortlich. „Das heißt, es wurden Regenmengen von 90 Millimetern pro Stunde angenommen - in der Annahme, dass so ein Ereignis statistisch gesehen etwa alle 15.000 Jahre einmal vorkommt.“

„Um die Gefährdungs- und Schadenspotenziale zu ermitteln, wurden die festgestellten Geländesenken nach Risikograden eingestuft und in Karten kleinräumig differenziert dargestellt“, berichtet Floer. Für den Schutz vor starken Niederschlagsmengen ist in Deutschland grundsätzlich jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. „Wenn Vorsorgemaßnahmen für öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten vorgeschlagen wurden, werden wir aber natürlich selbst aktiv oder sprechen die Eigentümer direkt an.“

Persönliche Beratung

Interessierten beziehungsweise betroffenen Bürgern sowie Unternehmen bietet die Stadt Geldern aber auch unverbindliche Beratungsgespräche zur Starkregenvorsorge an. In diesen Gesprächen können eventuelle Gefahren und mögliche auszuführende Schutzmaßnahmen vor Ort erläutert werden. Ansprechpartner bei der Stadt Geldern ist Friedel Floer vom Bereich Tiefbau, er ist erreichbar unter der Telefon 02831/398322 oder per E-Mail unter friedel.floer@geldern.de. Auf ihrer Internetseite hat die Stadt Geldern zudem viele Informationen aus dem Bereich der Starkregenvorsorge zur Verfügung gestellt. Zum Beispiel, was Starkregen eigentlich bedeutet, wie er entsteht, welche Gefährdung besteht, wie sich Privatleute schützen können sowie die Starkregengefahrenkarten für Lüllingen, Walbeck, Geldern und Veert.

Infos unter https://www.geldern.de/de/dienstleistungen/starkregenvorsorge/

Friedel Floer vom Bereich Tiefbau der Stadt Geldern steht bei Fragen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Foto: Stadt Geldern/Terhorst

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