Samtpfoten bitten um Unterstützung
Der Tierschutzverein Kamp-Lintfort freut sich über jede Hilfe
Gerade jetzt kamen gleich mehrere Fälle auf den Verein zu, der sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Alle Mitstreiter sind ehrenamtlich tätig. Das Schicksal von Kater Kalli ist nur ein Beispiel für viele seiner Leidensgenossen.
Kürzlich tauchte er plötzlich im Garten einer Tierfreundin auf. Der Tierschutzverein vermutete, dass es sich um ein stockwildes Streunerchen handelt. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen näherte man sich dem verängstigten Tier und nach zwei Tagen war es soweit, er ließ es zu, dass man ihn ganz vorsichtig streicheln konnte. Die Suche nach einem Besitzer war ergebnislos. Er war weder gechipt, noch kastriert. Er hatte einen eingefallenen Rücken und ein krummes Bein. Diagnostiziert wurde ein Hüftgelenksbruch. Wurde er vielleicht vor einiger Zeit angefahren und hilflos zurückgelassen, wurde er misshandelt? Er muss starke Schmerzen gehabt haben. Eine Operation war unumgänglich, ein Kostenfaktor, der ein Loch in die Vereinskasse reißt, aber aufgeben war keine Option. Kalli ist schätzungsweise erst circa ein Jahr alt und einfach nur lieb und verschmust. Er ist auch bereits kastriert und gechipt.
Aber nicht nur hilflose unkastrierte Katzen bereiten dem Tierschutzverein Kamp-Lintfort Sorgen. Die meisten Menschen finden kleine Katzen niedlich, aber den wenigsten ist bewusst, wie viele kleine Katzen draußen elendig zugrunde gehen, deren Katzenmutter sie aus welchen Gründen auch immer nicht weiter versorgen konnte. Die Katzenseuche Parvovirose kostet den allermeisten betroffenen Tieren das Leben.
Eine der ehrenamtlichen Helfer des Vereins fand beispielsweise sieben circa acht Wochen alte Kitten ohne Mutter in einem abgelegenen Garten. Ein Wettlauf gegen die Zeit begann. Rund um die Uhr mussten die Kleinen überwacht werden, der kleine Körper wechselt zwischen hohem Fieber und Unterkühlung. Die Kleinen müssen zwangsernährt werden, aber nur ganz behutsam mit Schonkost, ansonsten würde Durchfall zum Austrocknen führen. Alle anderthalb Stunden Stunden muss rund um die Uhr Glukoselösung ins Mäulchen, Flüssigkeit über Infusionen und Schmerzmittel, Antibiotika sowie gegebenfalls Fiebersenker verabreicht werden. Aber ein wichtiger Bestandteil des Rezeptes zum Überleben sind 24 Stunden Liebe und Zuwendung. Aber auch die Kosten müssen aufgebracht werden.
Für andere Tiere wie Katzen und Hunde ist diese Seuche hoch ansteckend. Aber es gab ein Happy End, die Mühe hat sich gelohnt. Sechs der sieben Kleinen haben es geschafft und sind jetzt zu lebhaften Katzenkindern herangewachsen, wie man an der kleinen Feli sieht.
Das sind nur zwei Beispiele aus dem Tierschutzalltag. Kastrationen von Streunerkatzen, im letzten Jahr waren es fast 400 Tiere im Bereich in und um Kamp-Lintfort, sowie Impfungen und Krankheitsversorgung gehen ins Geld. Daher bittet der Tierschutzverein Kamp-Lintfort um Unterstützung. Gerne stellt der Verein auch Spendenbescheinigungen aus, aber bitte die Anschrift nicht vergessen. Weitere Informationen gibt es unter www.tierschutzverein-kamp-lintfort.de.