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Im Salzbergwerk in Rheinberg-Borth wird unter Tage seit Jahrzehnten Salz abgebaut. NN-Archivfoto: Sabrina Peters
28. Mai 2025 Von NN-Online · Niederrhein

Salzabbau im Kreis Wesel: Auch die Kirchengemeinden klagen

Es gehe um den Schutz der Kirchengebäuden

KREIS WESEL. Die Katholische Kirchengemeinde St. Ulrich Alpen und die Propsteigemeinde St. Viktor Xanten haben gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung der Gewinnungsflächen für den Salzabbau am linken Niederrhein Klage beim Oberverwaltungsgericht Münster erhoben.

Der Leitende Pfarrer Dietmar Heshe begründete diesen Schritt damit, dass es um den Schutz der Kirchengebäude, Pfarrzentren, der Kindertagesstätten der Kirche und der öffentlichen Büchereien vor Bergschäden gehe. Auch der St. Viktor Dom in Xanten werde davon betroffen sein. So habe der Salzabbau alleine an der Kirche in Wesel-Büderich einen Schaden von etwa 750.000 Euro verursacht. Auch wegen der Bergschäden infolge des Salzabbaus an den Kirchen in Menzelen-Ost und Wesel-Ginderich habe man gegen das Bergbauunternehmen Klage erhoben. „Wir haben uns mit den vom Salzabbau betroffenen Städten und Gemeinden, der Bürgerinitiative Salzbergbaugeschädigter, dem Deichverband Duisburg-Xanten, örtlichen Firmen und Institutionen zusammengeschlossen, um die Erfolgsaussichten der eingereichten Klagen zu erhöhen. Einigkeit macht stark“, sagt Heshe.

Der Prozessbevollmächtigte der Kirchengemeinden, der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Michael Terwiesche, ergänzte, die Bezirksregierung Arnsberg habe die Einwendungen der Kirchengemeinden im Planfeststellungsverfahren gegen die Erweiterung der Gewinnungsfläche nicht hinreichend beachtet, sondern im wesentlichen ignoriert. Außerdem seien die Schutzvorkehrungen im Planfeststellungsbeschluss gegen Hochwasser sowie gegen schwere Bergschäden völlig unzureichend. „Die Verpflichtung des Bergbauunternehmens allein zum Hochwasser-Monitoring tragen in keinster Weise der überragenden Bedeutung des Schutzes von Leben und Gesundheit Rechnung, sondern stellen eine einseitige Berücksichtigung der Bergbauinteressen durch die Bergbehörde dar“, sagt Terwiesche.

Im Salzbergwerk in Rheinberg-Borth wird unter Tage seit Jahrzehnten Salz abgebaut. NN-Archivfoto: Sabrina Peters

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