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Aktion gelungen: Gerlinde Semrau-Lensing und ihre rotarischen Helfer. Foto: privat
31. März 2025 Von NN-Online · Kleve

Rotarier befreien „Kiek in de Pot“ vom Wildwuchs

Besucher können wieder den Weitblick über das LaGa-Gelände und das Klever Land genießen

KLEVE. Die meisten Anwohner Kleves, besonders Jogger und Hundebesitzer, kennen ihn: Den romantischen Weg „Kiek in de Pot“ hoch über dem Kermisdahl-Ufer und parallel zur Nassauer Allee. Mitte des 17. Jahrhunderts ließ Johann Moritz von Nassau-Siegen dort auf der Stauchmoräne, nahe der heutigen Sternbuschklinik, einen Hügel als Landmarke errichten. Von dieser künstlichen Höhe erschloss sich ein herrlicher Weitblick in die Ebene, der Pot (Galleien), auf die Schwanenburg, aber auch auf den Papenberg, Kalkar, Qualburg, bis nach Emmerich und Hochelten. Auf dem Hügel stand ein Trophäenmahl aus Waffen des gerade beendeten Dreißigjährigen Krieges. Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Anlage jedoch. Im Jahre 2013 gelang es dem AK Kermisdahl-Wertering im Klevischen-Verein, die Landmarke im Erdbau zu rekonstruieren und im Rahmen einer Feierstunde der klevischen Bevölkerung zu übergeben. Gerlinde Semrau-Gerling, Mitglied des Klevischen Verein und darin federführend beim Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering, bat nun den Rotary Club Kleve-Schloss-Moyland um Hilfe, diesen geschichtsträchtigen und schon wieder zugewachsenen Aussichtspunkt vom Wildwuchs zu befreien. Ein paar Freiwillige wurden schnell gefunden und machten sich an die „stachelige“ Arbeit. Sieben Rotarier und Gerlinde Semrau-Lensing machten sich mit einem Transporter voller Freischneider, Heckenscheren, Hacken, Harken und Big-Bags auf den Weg. Die Bilanz des Tages: Acht Brombeerdornen-resistente Landschaftspfleger rodeten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt den Wildwuchs auf rund 1.000 Quadratmetern Wege- und Böschungsflächen. Die Teilnehmer hegen die Hoffnung, dass im Zuge der Landesgartenschau 2029 auch die Hang-Bäume an dem rund 35 Meter hohen Aussichtspunkt über dem Kermisdahl wieder auf die Höhe aus der Zeit von Fürst Moritz zurückgeschnitten werden. So könnten dort die Besucher dann wieder den Weitblick über das LaGa-Gelände und das Klever Land genießen – und sich fühlen wie Fürst Moritz.

Aktion gelungen: Gerlinde Semrau-Lensing und ihre rotarischen Helfer. Foto: privat

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