Rekordbeteiligung beim BIG Challenge-Tag 2025
Gemeinsam sportlich stark gegen Krebs / am 20. Juni 2026 wieder in Winnekendonk
Bereits in den frühen Morgenstunden um 5 Uhr startete die erste Gruppe auf die 42 Kilometer lange Radstrecke – begleitet vom herrlichen Sonnenaufgang. Noch vor dem reichhaltigen Frühstück der Landfrauen hatten einige Teilnehmer bereits zwei Runden und damit etwa 82 Kilometer zurückgelegt. Der Rundkurs hatte aber auch weniger Steigungen als die Strecken in Winnekendonk bzw. Eschwege und war daher für jedermann leichter zu bewältigen. Annette Wiethege aus dem Märkischen Kreis hatte jedoch mit dem Wind zu kämpfen. „Was bei uns die Berge sind, ist hier im Norden der Wind“, stellte sie fest.
Besonders beeindruckend war sicherlich die große Altersspanne der Teilnehmer – von der fünfjährigen Lotte aus der Lüneburger Heide, die im Windschatten ihres Vaters mitradelte, bis hin zum ältesten Aktiven, dem 87-jährigen Gerd Meyer aus Syke-Nienstedt, der bereits zum wiederholten Mal dabei war. „Für mich gehört die BC inzwischen fest zum Jahreskalender“, so Meyer, der dieses Mal ein Heimspiel hatte. In den Vorjahren war Gerd Meyer noch gemeinsam mit seiner Tochter Petra Zöller in mehreren Tagesetappen zu den Veranstaltungsorten geradelt.
Am Ende des sportlichen Tages standen nicht nur beeindruckende Leistungen zu Buche – einzelne Radfahrer legten über fünf Runden, also mehr als 200 Kilometer, zurück, zwei Läufer bewältigten sogar die Halbmarathondistanz –, sondern vor allem ein emotionaler Rekord: Schon am Vorabend der Veranstaltung konnte Dr. Franz Kohlhuber von der Deutschen Krebshilfe einen Spendenscheck in Höhe von 202.218 Euro entgegennehmen – so viel wie nie zuvor. Und das Spendenjahr ist noch nicht beendet – bis Ende August werden weitere Zuwendungen erwartet.
Die Spendengelder kommen 2025 zu 75 Prozent einem wegweisenden Forschungsprojekt an der Universität Jena zugute, das unter der Leitung von Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius neue Wege in der Krebschirurgie im Kopf-Hals-Bereich erforscht. Prof. Guntinas-Lichius war nach Bruchhausen-Vilsen gekommen und hat das Projekt persönlich vorgestellt. Ziel sei es, mithilfe einer optischen Biopsie gesundes und krankes Gewebe farblich zu unterscheiden und mit einem robotergeführten Laser millimetergenau zu operieren.
Die übrigen 25 Prozent fließen an die Deutsche Sporthochschule Köln, die Bewegungsprogramme für Krebspatienten entwickelt – mit dem Ziel, körperliche Aktivität als festen Bestandteil der Krebstherapie zu etablieren.
Hoffnung geben
Besonders bewegend war die erstmalige Teilnahme für Holger Suhrenbrock aus Castrop-Rauxel, der für seine krebskranke Mutter an den Start ging. „Ich bin stolz, auf diese Weise helfen zu können“, sagte er nach seinem persönlichen Rekord von 205 Kilometern. „Krebs betrifft uns alle – auch wenn wir es oft erst glauben, wenn es uns oder unsere Angehörigen trifft.“ Er hatte sogar drei internationale Firmen aus den Niederlanden und Großbritannien als Sponsoren von den Aktivitäten der BIG Challenge überzeugen können.
Emotionale Momente, sportliche Höchstleistungen und ein gemeinsames Ziel: Hoffnung geben. So fasst auch die 21-jährige Josefine Büscher aus Nottuln den Tag zusammen: „Es ist ein gutes Gefühl, aktiv etwas gegen die Krankheit tun zu können – darüber hinaus: den Sonnenaufgang zu erleben, hat sich gelohnt“
Alle Teilnehmer waren sich einig: Der BC-Tag ist mehr als ein sportliches Event. Er ist ein Zeichen der Solidarität, der Hoffnung und des nicht endenden Engagements im Kampf gegen eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.
Im nächsten Jahr kehrt die BIG Challenge zurück ins Rheinland. Am Samstag, 20. Juni 2026 findet der BIG Challenge-Tag wieder in Winnekendonk statt. Weitere Informationen zur BIG Challenge sowie den Spendenmöglichkeiten und weiteren Veranstaltungen gibt es unter www.bigchallenge-deutschland.de.