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Das Kieswerk Reeser Bruch bietet laut Monitoring-Bericht des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve einen Lebensraum für zahlreiche Arten. Foto: Holemans
9. Januar 2025 Von NN-Online · Rees

Reeser Meer: Kiesgewinnung sorgt für große Artenvielfalt

Holemans über Monitoring-Bericht des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve

REES. Dass die Sand- und Kiesgewinnung Lebensräume für viele geschützte Tierarten biete, sei bekannt und werde mittlerweile auch von vielen Naturschutz-Organisationen anerkannt, wie die Firma Holemans aus Rees mitteilt. Wie wichtig die durch Gewinnung neugeschaffenen Lebensräume seien, zeige der jüngst veröffentlichte Monitoring-Bericht des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve für den Bereich der Norderweiterung im Reeser Bruch.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichtes führt Holemans in Kurzform auf:

„Die 78 nachgewiesenen Brutvogelarten zeigen an, dass das Gebiet auch 2024 einen deutlich überdurchschnittlichen Artenreichtum aufwies. Für ein Gebiet mit rund 3,1 Quadratkilometern Fläche werden statistisch rund 50 Brutvogelarten erwartet.

Unter den nachgewiesenen Brutvogelarten stehen 18 auf der Roten Liste der gefährdeten Brutvögel in NRW. Eine Art (Pirol) ist ‚vom Aussterben bedroht‘ (Gefährdungskategorie 1). Fünf Arten sind ‚stark gefährdet‘ (Gefährdungskategorie 2): Flussregenpfeifer, Kiebitz, Kuckuck, Uferschwalbe und Wasserralle. Weitere zwölf Arten, unter anderem die Löffelente, werden als ‚gefährdet‘ (Gefährdungskategorie 3) eingestuft.

Drei der auftretenden Rastvogelarten (Erlenzeisig, Rotmilan und Saatkrähe) stehen auf der Roten Liste der gefährdeten wandernden Vogelarten Deutschlands. Eine Art (Saatkrähe) ist Bestandteil der Roten Liste der gefährdeten wandernden Vogelarten Nordrhein-Westfalens, und eine Art (Rotmilan) ist nach Anhang I oder Artikel 4 (2) der EU-Vogelschutzrichtlinie von naturschutzfachlich besonderer Bedeutung.

Insgesamt war die Entwicklung im Reeser Meer Norderweiterung unter Wasser im Jahr 2024 von einer erneut leichten Erholung beim Nährstoffniveau und bei der Sichttiefe geprägt. Der See stellt einen nach europäischem Recht geschützten Lebensraum dar und ist gemäß der europäischen Flora-Fauna-Habitatrichtlinie dem Lebensraumtyp der ‚kalkreichen, nährstoffarmen Stillgewässer mit Armleuchteralgen‘ zuzuordnen.

Seit dem Jahr 2008 untersucht das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve jährlich im Auftrag von Holemans Niederrhein die ökologischen Veränderungen im Gebiet der Abgrabung Reeser Meer Norderweiterung.

Der gesamte Bericht ist auf der Holemans-Internet-Seite einsehbar.

Das Kieswerk Reeser Bruch bietet laut Monitoring-Bericht des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve einen Lebensraum für zahlreiche Arten. Foto: Holemans

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