Rees: „Fremde werden Freunde“ bestätigt Vorstand
Jahreshauptversammlung mit umfangreichem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025
REES. Die Jahreshauptversammlung des Vereins "Fremde werden Freunde" in Rees hat stattgefunden. Karl-Heinz Bövingloh wurde als 1. Vorsitzender und Helga Häsel als 2. Vorsitzende für eine weitere Amtszeit bestätigt. Auch der Kassierer Sebastian Hiller bleibt im Amt. Der Vorsitzende Bövingloh informierte die Vereinsmitglieder über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres.
Besondere Highlights des vergangenen Jahres waren das Müttercafé, das seit Jahren in Rees unersetzbare Arbeit leistet, sowie die Unterstützung von Frauen in der ZUE mit Deutschbüchern. Diese Frauen möchten Deutsch lernen, verfügen jedoch nicht über die finanziellen Mittel. Die Gruppe wird von einer Reeserin betreut, die selbst vor einigen Jahren aus dem Irak fliehen musste und nun Mitglied im Verein ist.
Ressourcen für Aufgaben und Veranstaltungen einteilen
Zum letzten Mal nahm der Verein am Haffener Büchermarkt teil, bei dem fast alle gespendeten Bücher verteilt wurden. Auch beim Jugendaktionstag wird der Verein in diesem Jahr nicht mehr teilnehmen. „Wir müssen leider auch immer gucken, wie viele zusätzliche Aufgaben und Veranstaltungen wir übernehmen wollen und können“, erläuterte Bövingloh.
Ein besonderer Höhepunkt war der erste gemeinsame Ausflug zum Fingerhutshof. Der traditionelle Jahresausflug für Familien wird auch in diesem Jahr wieder nach Wissel führen. Der Dorftrödel in Haffen erwies sich erneut als großer Erfolg.
„Eher ungewöhnlich“ war laut Bövingloh die zweimalige Beteiligung am Feierabendmarkt auf dem Reeser Marktplatz, bei dem der vegane Koch Moritz Scholten unterstützt wurde. Im Gegenzug erhielt der Verein eine großzügige Spende und die Gelegenheit, mit vielen Menschen über die Vereinsarbeit ins Gespräch zu kommen.
Interkulturellen Tage in Rees als Aushängeschild
Die Interkulturellen Tage stellten ein weiteres Aushängeschild für das ehrenamtliche Engagement dar und wurden sowohl in Rees als auch kreisweit wahrgenommen. „Auch für dieses Jahr sind wieder spannende Veranstaltungen geplant. Lasst euch überraschen“, sagte Bövingloh.
Der Verein ist zudem besonders stolz auf den Gewinn des Regenbogenpreises des LVR, der laut Bövingloh eine weitere Anerkennung der Leistungen darstelle. Im vergangenen Jahr wurde weiterhin eine ehrenamtliche Verfahrensberatung durch ein qualifiziertes Vereinsmitglied angeboten. Zudem hat die Stadt Rees eine neue Mitarbeiterin für die Flüchtlingsbetreuung eingestellt, die in diesem Jahr die Nachfolge von Werner Helmes antreten wird, derin den Ruhestand geht. Die Fortführung der Flüchtlingsbetreuung durch eine qualifizierte Mitarbeiterin wertet man bei „Fremde werden Freunde“ als positives Zeichen.
Bövingloh: „Klima für Arbeit weiter verschlechtert“
Mit der Einführung der Bezahlkarte, der Streichung von Integrationskursen und der Asylverfahrensberatung habe sich das Klima für die Arbeit mit benachteiligten Menschen jedoch weiter verschlechtert, berichtete Bövingloh: „Es ist daher umso wichtiger, dass wir weiterhin nachhaltige und gute Arbeit leisten, um das Miteinander weiter zu stärken und somit einen positiven Beitrag zum gesellschaftlichen Klima in Rees und im Kreis Kleve zu leisten.“