Vertreter der Klever Jugendtreffs und Jugendhäuser. Foto: Stadt Kleve
25. September 2026 Von NN-Online · Kleve

Räume für junge Menschen

Heute ist der Tag der offenen Kinder- und Jugendarbeit

KLEVE. Was wäre eine Stadt ohne Orte, an denen Kinder und Jugendliche einfach willkommen sind? Orte, an denen sie neue Menschen kennenlernen, eigene Ideen entwickeln, Unterstützung finden oder einfach ihre Zeit verbringen können? Genau solche Räume schafft die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Kleve. Der Tag der offenen Kinder- und Jugendarbeit rückt diese Orte in den öffentlichen Fokus.

Am 25. September, dem Tag der offenen Kinder- und Jugendarbeit, soll einmal besonders auf eine Arbeit aufmerksam gemacht werden, die für viele junge Menschen einen festen Platz in ihrem Alltag einnimmt. Offene Kinder- und Jugendarbeit bedeutet weit mehr als Freizeitgestaltung. Die pädagogischen Fachkräfte vor Ort haben das Ziel, junge Menschen in ihrer persönlichen, sozialen und demokratischen Entwicklung zu fördern. Kinder und Jugendliche erhalten Räume, in denen sie ihre Interessen einbringen, Fähigkeiten entwickeln und Verantwortung übernehmen können. Sie erfahren, dass ihre Meinung zählt und dass sie ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten können.

Dabei ist vieles möglich: Es wird gemeinsam gekocht, gebastelt, Sport gemacht oder gewerkelt. Es gibt Ferienprogramme, Ausflüge, Veranstaltungen und kreative Angebote. Jugendliche können eigene Projekte entwickeln und ihre Ideen einbringen. Gleichzeitig sind die Einrichtungen Anlaufstellen, wenn es Fragen, Sorgen oder Probleme gibt – in der Schule, zu Hause oder im persönlichen Umfeld. Und manchmal muss man auch einfach gar nichts machen. Ein Jugendtreff kann ein Ort sein, an dem man nach der Schule Freunde trifft, Musik hört, redet oder einfach Zeit miteinander verbringt. Gerade diese Niedrigschwelligkeit macht einen wichtigen Teil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit aus.

Wie wertvoll die Zeit in einem Jugendhaus sein kann, beschreibt die 22-jährige Marina: „Jugendeinrichtungen sind weit mehr als nur ein Treffpunkt für die Freizeit. Hier kommen wir zusammen, um Freunde zu treffen und wertvolle soziale Kontakte zu knüpfen. Gerade durch die verschiedenen Angebote kommt man immer wieder mit neuen Leuten ins Gespräch und lernt andere Besucher, Kulturen, Lebensmittel und vieles mehr kennen. Doch vor allem sind diese Einrichtungen ein sicherer Hafen: Wenn es zu Hause mal Probleme gibt, findet man hier immer ein offenes Ohr, Vertrauen und Unterstützung.“ Auch das praktische Erleben spielt eine wichtige Rolle. Auf dem Klever Robinsonspielplatz, dem „Robi“, können Kinder beispielsweise werken, matschen und unter Begleitung der pädagogischen Fachkräfte Feuer machen. Solche Erfahrungen ermöglichen es, Verantwortung zu übernehmen und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken.

Die Arbeit der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist in Kleve nicht auf die einzelnen Einrichtungen beschränkt. Vielmehr setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klever Jugendhäuser und Jugendtreffs einmal im Quartal gemeinsam mit einer pädagogischen Fachkraft der Stadt Kleve zusammen. Es werden dann Erfahrungen ausgetauscht, gemeinsame Aktionen geplant und Themen besprochen, die für die verschiedenen Einrichtungen wichtig sind.

So entsteht beispielsweise die beliebte Neon-Party, die von Jugendhausmitarbeitern einmal im Quartal gemeinsam mit der Stadt Kleve im Jugend- und Kulturzentrum Radhaus organisiert wird. Die Party richtet sich an Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren und bietet ihnen die Möglichkeit, gemeinsam zu feiern.

Die verschiedenen Einrichtungen sind über das Klever Stadtgebiet verteilt und bieten damit wohnortnahe Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche: Jugendzentrum „Das Theo“, Jugendhaus MOMS, Ludwig-Wolker-Jugendheim, JoSe-Treff – Rindern, Jugendzentrum EFFA, Kinder- und Jugendzentrum Kalle, Abenteuerspielplatz Robinson, Kinder- und Jugendcafé Hope, Kinder- und Jugendtreff St. Martinus Griethausen.

In Kleve bietet sich damit ein vielfältiges Netz an Orten, an denen junge Menschen willkommen sind, Unterstützung finden und ihre Freizeit selbst mitgestalten können. Weitere Informationen zu den Jugendhäusern und Jugendtreffs und den jeweiligen Ansprechpartnern finden sich auf der Website der Stadt Kleve unter www.kleve.de/freizeiteinrichtungen.

Vertreter der Klever Jugendtreffs und Jugendhäuser. Foto: Stadt Kleve

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