Problem der illegalen „Pop-Up-Prostitution“ nimmt zu
Kreis Kleve warnt vor Missbrauch gemieteter Ferienwohnungen
KREIS KLEVE. Der Kreis Kleve warnt vor Fällen von Wohnungsprostitution in kurzfristig angemieteten Ferienwohnungen.
In den vergangenen Wochen sind mehrere Fälle bekannt geworden, bei denen Ferienwohnungen über gängige Online-Portale für wenige Tage angemietet und anschließend zur Ausübung sexueller Dienstleistungen genutzt wurden – auch im Kreis Kleve. Diese neue Form der Prostitution wird zunehmend zu einem bundesweiten Problem.
Häufig handelt es sich dabei um Frauen aus dem asiatischen und osteuropäischen Raum, die die Wohnungen selbst oder über Dritte anmieten. Der Kreis Kleve nimmt diese Entwicklung sehr ernst und möchte Vermieter sowie die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren. Die Zweckentfremdung der Wohnung kann nicht nur zu erheblichen Störungen führen, sondern ist oft auch mit strafbaren Handlungen und möglichen Ausbeutungssituationen verbunden.
Vermieter können jedoch Maßnahmen ergreifen, um sich vor Fällen dieser so genannten „Pop-Up-Prostitution“ zu schützen. Empfohlen wird insbesondere eine persönliche Schlüsselübergabe, um sicherzustellen, dass die Wohnung auch wirklich von der Person bezogen wird, die die Anmietung vorgenommen hat. Skepsis ist auch angebracht, wenn ungewöhnlich hohe Preise für kurze Mietzeiten geboten werden, Barzahlungen ohne Rechnung verlangt werden oder Hinweise darauf bestehen, dass regelmäßig Gäste in der Wohnung empfangen werden sollen.
Bei Verdachtsmomenten, etwa wenn über den gesamten Tag hinweg eine auffällige Zahl männlicher Besucher die Wohnung aufsucht, bittet die Kreisverwaltung um eine Meldung. Vermieter sollten in solchen Fällen nicht selbst eingreifen, sondern sich an das Ordnungsamt des Kreises Kleve unter Telefon 02821/85-329 wenden sowie alternativ die örtliche Polizei verständigen. Informationen gibt es online unter: www.kreis-kleve.de/illegale-prostitution-ferienwohnungen.