Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Schausteller, Stadt und Orga-Team freuen sich auf die viertägige Pfingstkirmes in Geldern. NN-Foto: Michael Bühs
5. Juni 2025 · Michael Bühs · Geldern

Pfingstkirmes in Geldern: Tradition mit vielen Neuheiten

Volksfest startet am Samstag, 7. Juni, mit Fassanstich und Happy Hour – Abschluss mit Familientag und Höhenfeuerwerk am Dienstag, 10. Juni

GELDERN. Es ist sicherlich nicht nur für Bürgermeister Sven Kaiser „das wichtigste Ereignis des Jahres“ in Geldern: die viertägige Pfingstkirmes, die am Samstag, 7. Juni, um 14.30 Uhr mit dem Fassanstich und der anschließenden Happy Hour eröffnet wird. Rund 250.000 Besucher lockt das große Volksfest jährlich an, ist damit auch für den hiesigen Einzelhandel und die Gastronomie ein Wirtschaftsfaktor, weiß Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes und der Europäischen Schaustellerunion. Noch wichtiger aber für ihn ist: „Wir fühlen uns als Schausteller in Geldern ausgesprochen wohl und als Bürger auf Zeit in dieser kirmesfreundlichen Stadt gut aufgenommen.“

Fast 10.000 Volksfeste mit 220 Millionen Besucher

Deutschlandweit gibt es jährlich fast 10.000 Kirmes- und Volksfeste mit mehr als 220 Millionen Besuchern. Und trotz der großen Fülle an Terminen hat das Kirmes-Organisationsteam der Stadt Geldern immer wieder die Qual der Wahl, wenn es um die Schausteller für das viertägige Volksfest geht. Mehr als 700 Bewerbungen sind eingegangen, 160 Schausteller sind dabei. „Wir haben in diesem Jahr relativ viele Neuheiten“, berichtet Uwe Eichler Orga-Team. Zum Beispiel die Geisterbahn „Geister-Villa“, der 80 Meter hohe Kettenflieger „Nordic Tower“ und die laut Eichler „kleine große Achterbahn“ namens „Twister“, die in der Ostwallkurve am Kapuzinertor steht. Erstmals steht an dieser Fläche ein Fahrgeschäft mit einer so großen Grundfläche. „Das war schon spannend, ob auch wirklich alles passt“, sagt Eichler schmunzelnd, „aber wir wollten mal etwas Neues ausprobieren.“ Das Ergebnis: Es passt alles.

Gegenüber des „Twister“ steht ebenfalls eine Neuheit auf der Gelderner Kirmes, das Schaukelfahrgeschäft „Air Power“. Auch das „Robotix“ feiert seine Premiere in Geldern.

Nicht neu, sondern eher schon ein Dauerbrenner in Geldern ist das „Jeckyll & Hide“ von Bethel Thelen, mit 42 Metern die zweithöchste Attraktion der Pfingstkirmes. Bethel, der auch stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Schaustellerbundes ist, erzählt: „Ich bewerbe mich auf 350 Standplätze in Jahr, 24 Veranstaltungen sind es dann am Ende – darunter auch zwei, die über fünf Wochen laufen.“ Für Pfingsten brauche allerdings niemand bei ihm anzufragen, „Geldern ist für mich immer dabei“. Es sei das „Komplettpaket“, das ihn überzeuge: „Hier ist es familiär, man begegnet uns auf Augenhöhe. Wir befinden uns im Herzen der Stadt, was mir immer sehr gefällt. Und der wirtschaftliche Faktor stimmt auch.“

„Piratenfluss“: 250.000 Liter Wasser auf 350 Metern

Ebenfalls nicht zum ersten Mal in Geldern dabei ist sein Schausteller-Kollege August Schneider, Betreiber der Wildwasserbahn „Piratenfluss“. Mit 15 Transportern ist es aus Wolfsburg an den Niederrhein gereist, sein Fahrgeschäft findet auf zwölf Lkw Platz. Ein achtköpfiges Team baut die 350 Meter lange Wildwasserbahn von Mittwochmorgen bis Freitagabend auf, bis Samstagmorgen wird der „Piratenfluss“ dann auf Hochglanz gebracht. Und natürlich befüllt: 250.000 Liter Wasser fasst die Bahn, die kontinuierlich im Fluss zirkulieren. Bei Abbau „freuen sich dann auch die Stadtwerke Geldern“, verrät Schneider mit einem Schmunzeln. „Dann spülen wir einmal die Kanalisation durch.“

Der Nervenkitzel ist ein wesentlicher Aspekt vieler Fahrgeschäfte – mit Sicherheit. Und diese ist gegeben, wie die Schausteller versichern. Albert Ritter betont: „Wir haben in Deutschland die höchsten Sicherheitsstandards weltweit.“ Bei der Konstruktion der Fahrgeschäfte komme nur hochwertigster Stahl zum Einsatz. „Wenn wir den bei unseren Brücken verwenden würden“, sagt Ritter, „wäre sie vielleicht nicht so marode.“

Die Pfingstkirmes in Geldern ist immer mit einigen Herausforderungen verbunden – nicht nur für die Schausteller, sondern auch für die Bürger. Stichwort Sperrungen und Umleitungen. „In diesem Jahr haben wir eine besondere Situation“, sagt Bürgermeister Sven Kaiser mit Blick auf die Großbaustelle Kapellener Straße. Aufgrund der Bauarbeiten bleibt der Kreuzungsbereich an der E-Dry mittels einer Baustellenampel nur einspurig befahrbar; die großräumige Umleitung ist eingerichtet. An mehreren Stellen werden Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet sowie an der Duisburger Straße/Krefelder Straße eine Fahrbahneinengung „für mehr Sicherheit“, sagt Angela Jentjens von der Stadt Geldern. Sie verweist auch auf das Thema Rettungswege: Auf der Schlossstraße und der Breslauer Straße herrscht absolutes Halteverbot. Dort parkende Fahrzeuge werden konsequent abgeschleppt.

Weitere relevante Informationen für die Kirmesbesucher: Das Glaspfand bleibt, es hat sich laut Angela Jentjens bewährt. Auch die bewachten Fahrradparkplätze werden wieder eingerichtet, am Adelheidhaus und am Ja-Hotel (Kosten ein Euro Pfand pro Rad und Parkvorgang). In den vergangenen Jahren wurden 3.500 bis 4.000 Räder abgestellt.

Wälle nach der Pfingstkirmes in Geldern bis Freitag gesperrt

Der Nordwall und der Ostwall in Geldern bleiben im Anschluss an die Pfingstkirmes länger gesperrt. Grund sind Kanaldeckelarbeiten auf beiden Straßen und eine Kanalsanierung am Issumer Tor. Diese sollen bis Freitag, 13. Juni, 18 Uhr abgeschlossen sein.

Zum ersten Mal in Geldern: „Air Power“. Foto: Schausteller

Zum ersten Mal in Geldern: „Air Power“. Foto: Schausteller Foto: JENS HAGENS

Schausteller, Stadt und Orga-Team freuen sich auf die viertägige Pfingstkirmes in Geldern. NN-Foto: Michael Bühs

Prospekte
weitere Artikel