Pfalzdorf: „Pferdeversteher“ Josch Löhden gewinnt Young Horse Masters
Fehlerfreier Ritt mit „Cornet‘s Lady“ im Stechen bei der Zwei-Sterne-Springprüfung
PFALZDORF. Großartige junge Pferde, tadellose Rahmenbedingungen – ganz der Qualität der Pferde angemessen – Fohlenauktion, Polosport, Treffpunkt: Einmal mehr setzte das Tiemeyer x Hetzel Young Horse Masters in Goch Maßstäbe und will das auch künftig tun.
Das schon jetzt höchstdotierte Youngster-Event Europas (175.000 Euro) wird 2026 nochmals zulegen. Bei der Siegerehrung machte Turnierchef Holger Hetzel es ganz deutlich: „Damit die Sache rund wird, machen wir im nächsten Jahr 200.000 Euro daraus.“ Das ist eine Ansage an den Sport vom Initiator und den Sponsoren und es wird in der Pferdesportszene Wohlgefallen auslösen. Josch Löhden (Steddorf), mit der Stute „Cornets Lady“ Sieger im mit allein 100.000 Euro dotierten Finale der sieben und acht Jahre alten Pferde, war (fast) ein wenig sprachlos: „Ich bin ziemlich überwältigt, was die Familie Hetzel hier auf die Beine stellt. Ich war ja das erste Mal hier und ich komme nächstes Jahr wieder.“
Nur wenige Minuten zuvor hatte der Niedersachse mit der Cornet Obolensky-Tochter „Cornets Lady“ mit einer fehlerlosen und 41,52 Sekunden schnellen Runde im Stechen die Zwei-Sterne-Springprüfung für sich entschieden. „Sie ist schon ein außergewöhnliches Pferd“, so ein sehr zufriedener Sieger, der mit EIC Schabernack auch einen Halbbruder der Masters-Siegerin im internationalen Sport sehr erfolgreich reitet. Löhden hat offenbar ein „Händchen“ für Cornet Obolensky-Nachkommen. Löhden und die dunkelbraune Stute waren eine knappe Sekunde schneller als die zweitplatzierte Elisabeth Meyer aus Rottweil mit der sieben Jahre jungen Fuchsstute „Eau d’Or“. Meyer platzierte sich zudem auch noch mit dem acht Jahre jungen KWPN-Wallach „London MTT“ als Vierte. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, dass beide Pferde es hier so gut gemacht haben“, fasste die 36-jährige Springreiterin ihre Eindrücke zusammen, „ich bin auch sehr stolz auf ,Eau d’Or‘, habe sie selbst angeritten und ausgebildet.“
Der Dritte auf dem Finalpodium sorgte dafür, dass ein Teil des Preisgeldes beim Stall Hetzel, beziehungsweise den Pferdebesitzern verbleibt, und das war der Belgier Laurens Houben. Mit dem Holsteiner Hengst „Dior von Diamant de Semilly“ aus der Zucht von Friedrich Meyer gelang nach einem Finalsieg und einem dritten Rang bei den Fünfjährigen auch noch Platz drei im Finale des Tiemeyer x Hetzel Youngs Horse Masters der sieben und acht Jahre alten Pferde. Und „Dior“ gehört den Hetzel Stables. Dem Sieg im Finale der sechsjährigen Pferde mit „Complication-M“ am Samstagabend folgte Platz drei im Finale der fünf Jahre jungen Pferde im Preis der Hetzel Horses GmbH und der Karlswood Stables des Iren Cian O’Connor mit der westfälischen Stute „Clarella“ am Sonntag.
Dieses Finale in einer Spezialspringpferdeprüfung Klasse M* mit Stechen gewann Jana Fink aus dem westfälischen Sassenberg mit dem Rheinischen Hengst „Arcassio“, der dem nordrhein-westfälischen Landgestüt in Warendorf gehört. Alles andere als erwartet hatte die Reiterin dieses perfekte Ende beim Young Horse Masters: „Ehrlich gesagt hat Holger mich schon ein bisschen überreden müssen, hierher zu kommen. Ich hatte immer ein bisschen Angst, ob ich mit meinen Pferden hier schon bestehen kann. Aber nun bin ich natürlich total froh...“ Mit deutlichem Abstand gewann die Amazone vor der Niederländerin Desiree Kemper mit dem Westfalen-Hengst „Crismo“ – nur diese beiden Pferde und Reiterinnen blieben im Stechen fehlerfrei. So wie bereits 2024 hat die Frankonia Eurobau auch in diesem Jahr die Pferdepfleger in den Mittelpunkt gerückt und mit Geldpreisen belohnt. Uwe Schmitz (Frankonia) lobte auch in diesem Jahr gleich mehrere Geldpreise (500 Euro) für die Grooms aus, die von einer Jury vergeben wurden. Dazu gab es praktische Regiestühle von der Hetzel Horses GmbH für die Grooms der jeweils besten drei Finalpferde. Der Initiator des Masters für junge Pferde, Holger Hetzel, hörte sich klar zufrieden an. „Angefangen beim Wetter, über die großartige Unterstützung unserer Sponsoren bis zu meinem sagenhaften Team, die wirklich alles getan haben, damit es erfolgreich läuft, bedanke ich mich bei allen. Wir wollen gern weiter kämpfen, weiter wachsen und größer werden. In diesem Jahr haben wir um 25.000 Euro aufgestockt auf 175.000 Euro Preisgeld und nächstes Jahr werden es 20.000 Euro, damit die Sache rund ist.“ Ganz genau besah man sich das Tiemeyer x Hetzel Young Horse Masters auch in der Warendorfer Reitsportzentrale, der FN. Die erfolgreichsten Pferde des Tiemeyer x Hetzel Young Horse Masters, die auch für die Al Shira’aa Bundeschampionate im September qualifiziert sind, beziehungsweise sich noch qualifizieren können, werden in einer Sonderwertung zum „Youngster of the Year“ in den drei Altersklassen erfasst.
Und diese Sonderwertung aus Masters und Bundeschampionaten ist ebenfalls gut dotiert mit insgesamt 15.000 Euro (2.500 – Fünfjährige, 5.000 – Sechsjährige und 7.500 – Siebenjährige).