Per Flugzeug nach Lourdes reisen
Krankenbruderschaft Rhein-Maas bietet Pilgerreise im September an
KEVELAER. Dieses Jahr soll es nach zweijähriger, coronabedingter Pause wieder klappen. Die Krankenbruderschaft Rhein-Maas kündigt eine Lourdes-Wallfahrt per Flugzeug ab Dortmund an, die vom 21. bis 26. September in den französischen Wallfahrtsort führt. Die rund 190 Plätze teilt sich die Krankenbruderschaft Rhein-Maas mit dem Bistum Essen. Die Anreise zum Flughafen Dortmund regelt jeder Teilnehmer in Eigenregie, so Raphael Freiherr von Loë, Vorsitzender der Bruderschaft.
„Der Flughafen Lourdes/Tarbes ist komplett barrierefrei. Hier werden die Pilger abgeholt und zu ihren Quartieren gebracht“, sagt Antoinette, Baronin von Elverfeldt-Ulm, wohnhaft auf Schloss Kalbeck. Seit 2016 ist sie Präsidentin der Deutschen Hospitalité Notre Dame de Lourdes. Regelmäßig hilft sie bei Lourdes-Wallfahrten. An der Wallfahrt der Krankenbruderschaft Rhein-Maas im September können Menschen mit und ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen teilnehmen. Letztere müssen zuvor einen Fragebogen ausfüllen und diesen an das veranstaltende Reisebüro von Emmaus-Reisen schicken. Dessen Mitarbeiter leiten die Angaben an die Zugleitung weiter. „Der Leitende Arzt der Wallfahrt begutachtet dann die Krankheitsverläufe und entscheidet“, so Raphael Freiherr von Loë. Die Teilnehmer, die für die Krankengruppe angemeldet sind, werden durch Mitglieder der Krankenbruderschaft Rhein-Maas und freiwillige Helfer unter der Führung des Souveränen Malteser Ritterordens betreut. Kranke und Pilger mit Behinderung, die aus wirtschaftlichen Gründen den Reisepreis nicht zahlen können, melden sich über Emmaus-Reisen für eine Patenschaft. Die Krankenbruderschaft Rhein-Maas nimmt dann Kontakt mit ihnen auf. Der Erlös des jährlichen Parkfestes auf Schloss Wissen trägt dazu bei, diese Reisekosten zu finanzieren. Die Teilnahme an der Reise kostet bei der Unterbringung in der Krankenherberge 875 Euro. Bei Unterbringung in einem Doppelzimmer im Hotel beträgt der Preis 895 Euro. Einzelzimmer sind nur begrenzt verfügbar. Der Zuschlag beträgt 150 Euro. Hotelbelegungen für Pilger mit Behinderung, die auf fremde Hilfe angewiesen sind, sind nur dann möglich, wenn eine eigene Pflegeperson zur Verfügung steht. Raphael Freiherr von Loë hält es für durchaus denkbar, dass in den kommenden Jahren die Lourdes-Pilgerreise wieder per Bahn durchgeführt wird. „Wir müssen jetzt, nach der Pandemie, erstmal wieder Fuß fassen“, sagt er. Seit über 150 Jahren kommen jedes Jahr Millionen von Pilgern an die Grotte von Massabielle, den Ort, an dem Bernadette, einer jungen Frau aus dem Volk, die Gottesmutter erschienen ist. Sie alle beten um Stärke und Hilfe in der Not, um Heil für ihre Seelen und die ihrer Lieben sowie, Trost im Alltag. Neben den Messen erwarten die Lourdes-Pilger die tägliche Sakramentenprozession sowie die Lichterprozession. Höhepunkt der Pilgerreise ist die Krankensalbung. Eine Anmeldung zur Lourdes-Pilgerreise ist per Email an info@emmaus-reisen.de möglich.Kerstin Kahrl