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Verweilen auf der Hartstraße: Anne Teller-Weyers, Regionalmanagerin Leader-Region (l.), Janette Heesen, Team Umwelt, Klima, Mobilität Stadt Geldern (M.) und Ralf Becker, Geschäftsführer Grijsen (r.) machen‘s vor.Foto: Stadt Geldern
2. Juni 2025 Von NN-Online · Geldern

Parklet auf der Hartstraße lädt zum Verweilen ein

Aufenthaltsqualität in der Gelderner Innenstadt soll gefördert werden

GELDERN. Bereits seit einigen Monaten schmückt die Gelderner Hartstraße eine ganz besondere Sitzmöglichkeit: das sogenannte Parklet wurde auf dem Parkplatz vor dem Modehaus Kaenders platziert und soll dort die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt fördern.

Inzwischen ist das Parklet passend zum Frühling bepflanzt worden. „Wir möchten Parkflächen neu nutzen, um die Lebensqualität in der Innenstadt zu verbessern“, erklärt Janette Heesen vom Bereich Umwelt, Klima, Mobilität der Stadt Geldern. „Zudem möchten wir die Menschen dazu ermutigen, sich mit einem Eis von der Eisdiele oder einem Kaffee vom Bäcker hierhin zu setzen.“ Denn vor allem auf der Hartstraße seien die Möglichkeiten für die Außengastronomie eingeschränkt. „Diese Möglichkeiten sollen durch das Parklet erweitert werden.“

Finanziert wurde das Parklet im Rahmen der Kleinprojektförderung 2025 zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) mithilfe der Leader-Region Leistende Landschaft, des Bundesministeriums für Ernährung und Wirtschaft sowie des NRW-Landesministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Anne Teller-Weyers, eine der Leader-Regionalmanagerinnen, verriet, weshalb die Wahl auf das Projekt gefallen ist: „Wir finden es gut, wenn Städte grüner werden. Das Parklet trägt zu einer Entschleunigung der Innenstadt bei. Zudem zeigt es, dass ein Parkplatz mehr sein kann als nur ein Parkplatz.“ Diesen Gedanken teilt auch Janette Heesen: „Die Parkfläche wird neu genutzt. Dadurch schaffen wir grüne Aufenthaltsqualität und machen Geldern lebenswerter.“

Gesetzt ist der Standort für das Parklet nicht. „Wir schauen derzeit, ob sich perspektivisch auch noch ein anderer Standort für das Parklet anbietet“, so Heesen. Wichtig sei dabei insbesondere, dass es in der Innenstadt steht und es auf einer Parkfläche platziert wird. „Zudem fände ich es schön, wenn wir das Parklet um Spielmöglichkeiten für Kinder erweitern könnten.“

Das Parklet wird bereits von vielen Innenstadtbesuchern gut angenommen. Und auch andere Städte seien schon darauf aufmerksam geworden. „Wir haben bereits Anfragen von anderen Kommunen erhalten“, berichtet Ralf Becker von der Firma Grijsen aus Hambühren (nahe Celle), die den Bau des Parklets übernommen hat. Dies sei das erste seiner Art für das Unternehmen gewesen. Vom Design orientiert es sich am übrigen Innenstadtmobiliar, das teilweise ebenfalls von der Firma Grijsen stammt. Auf diese Weise soll ein harmonisches Stadtbild entstehen.

Das Projekt entstand im Rahmen der Vorbereitungen zur Europäischen Mobilitätswoche, die im vergangenen September erstmals auch in Geldern stattfand. Ziel war es, Maßnahmen zu entwickeln, die zur Verkehrsberuhigung in der Innenstadt beitragen. „Eine der Ideen war die Umgestaltung einer Parkfläche – ein bewusstes Zeichen für eine lebenswertere, autoärmere Stadtmitte“, so Heesen. Weniger Parkplätze im Zentrum eröffnen gleichzeitig neue Wege durch die Innenstadt: Wer am Rand parkt, nimmt nun alternative Routen in Richtung Markt und entdeckt dabei vielleicht Geschäfte, die zuvor unbemerkt blieben. „Auf diese Weise entstehen neue Perspektiven und bestenfalls Impulse für den lokalen Einzelhandel“, erklärt Janette Heesen.

Verweilen auf der Hartstraße: Anne Teller-Weyers, Regionalmanagerin Leader-Region (l.), Janette Heesen, Team Umwelt, Klima, Mobilität Stadt Geldern (M.) und Ralf Becker, Geschäftsführer Grijsen (r.) machen‘s vor.Foto: Stadt Geldern

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