Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Ein Parkautomat wie dieser an der Xantener Südsee sorgte am vergangenen Dienstagabend für Frust.  NN-Foto: Theo Leie
23. August 2025 · Sabrina Peters · Xanten

Parken an der Xantener Südsee: Technische Probleme am Parkautomaten

Eine Netzwerkstörung legte am Dienstag die Parkautomaten an der Xantener Nord- und Südsee lahm / Die Störung ist mittlerweibe behoben, wie das FZX mitteilt

XANTEN. Martina Sicking aus Bottrop hat am vergangenen Dienstagnachmittag (19. August) die frische Luft an der Xantener Südsee genossen. „Ich komme schon seit Langem etwa zwei Mal pro Woche mit meinem Hund hierher, weil mir die Luft so guttut. Das Spazierengehen brauche ich einfach für die Seele“, sagt Sicking, die nach einer Erkrankung zufällig den „Luftkurort Xanten“ als Tagesreiseziel entdeckt hat. Doch als sie am Dienstagabend ihre Parkgebühren in Höhe von drei Euro am Parkautomaten begleichen wollte, sei für sie die Erholung dahin gewesen. „Ich habe anderthalb Stunden versucht, die Parkgebühren zu bezahlen. Doch erst konnte der Parkautomat mein Kennzeichen nicht erfassen, dann hat er sowohl meine EC- als auch meine Kreditkarte nicht akzeptiert. Ich konnte nichts machen“, sagt Sicking. Auch für andere Personen sei es unmöglich gewesen, ihre Parkgebühren vor Ort zu bezahlen.

Auf NN-Anfrage teilt das Freizeitzentrum Xanten (FZX), das die Parkgebühren an der Xantener Nord- und Südsee Anfang Juni dieses Jahres eingeführt hat, am Donnerstagnachmittag mit, dass es am Dienstag eine „temporäre Teilstörung von Netzwerkdiensten innerhalb der Datenübertragung“ gegeben habe. „Zu diesem Zeitpunkt war eine Teilstörung von Diensten innerhalb des Netzwerks aufgetreten. Die Ursachenermittlung ist noch nicht abgeschlossen, allerdings gehen wir von einer extern verursachten Störung aus, da wir mit leistungsstarken redundanten Netzwerken arbeiten. In der Folge waren einige Dienste, die auf Datenfernübertragung (Internet) basieren, betroffen, darunter die Zahlungsdienste einschließlich Schnittstellen, die Parkautomaten, die Parkzeiterfassung und das systemintegrierte Fehlermonitoring“, sagt das FZX. Nach Bekanntwerden der Störung seien Maßnahmen zur Ermittlung der Fehlerursache mit dem Ziel der Fehlerbeseitigung ergriffen worden. „Eine interne Ursache konnte ausgeschlossen werden. Die Störung endete am späten Abend des 19. August“, teilt das FZX weiter mit.

Laut Sicking habe es bereits in der Vergangenheit „immer mal wieder“ Probleme mit den Parkautomaten gegeben: „Allerdings noch nie so gravierend wie am Dienstagabend.“ Sie habe nach anderthalb Stunden „und etlichen erfolglosen Anrufen beim FZX und nach erfolgloser Betätigung des Notruf-Knopfes“ aufgegeben. „Ich musste los und habe jemandem drei Euro gegeben, damit er für mich weiter versucht, die Parkgebühren zu bezahlen“, berichtet Sicking.

Was bei Problemen zu tun ist

Das FZX rät in einem solchen Fall: „Wenn am Automaten Schwierigkeiten bei der Bezahlung der geschuldeten Parkkosten auftreten, kann die Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt versucht werden. Zudem stehen Alternativen zur Verfügung – etwa die mobile Zahlung mit dem Smartphone oder eine Online-Zahlung bis zu 48 Stunden nach der Ausfahrt –, derer man sich bedienen kann. Ist es – wie in diesem seltenen technischen Ausfall – auch damit nicht möglich, die Parkgebühren zu entrichten, soll man sich mit dem Parkflächenbetreiber in Verbindung zu setzen; die Kontaktdaten sind der Beschilderung zu entnehmen.“ Infolge der Netzwerkstörung seien beim FZX mehrere Meldungen von Parkplatznutzern eingegangen. „Diese wurden von unserem Kundenservice innerhalb kurzer Zeit bearbeitet und sind bereits geklärt“, sagt das FZX.

Sechs statt drei Euro

Martina Sicking hat in den vergangenen Wochen jedoch noch ein weiteres Problem des Parkautomaten beobachtet: Wenn ein Benutzer eine Tageskarte auswählt, werden Parkgebühren in Höhe von sechs Euro für zwei volle Tage beziehungsweise für die vergangenen 24 Stunden erhoben. „Dies ist ebenfalls bekannt und wir befinden uns in enger Abstimmung mit dem Systemdienstleister. Das Bediensystem der Parkautomaten ist jedoch auf Basis internationaler Einsatzwecke standardisiert und vorgegeben, sodass auf die ,Besonderheiten‘ bestimmter Benutzergruppen zugeschnittene Änderungen hieran nur sehr bedingt möglich sind. Wie gesagt, befinden wir uns hier im engen Austausch“, teilt das FZX weiter mit. Die Entscheidung für das System sei aufgrund zahlreicher Kriterien erfolgt, die diese eher geringfügige Bedienungsschwäche jedoch überwiegen würden. „Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass unsere Gäste mit dem Parksystem und der Bedienung der Automaten gut zurechtkommen und mit der Technik umzugehen wissen, oder sich anhand der umfangreich beschilderten technischen Alternativen behelfen können. Zum Beispiel kann die Zahlung auch noch bis zu 48 Stunden nach der Ausfahrt online vorgenommen werden, etwa am heimischen Internet-PC“, betont das FZX.

Die Grundidee des Systems sei es zudem, das Parken und damit verbundene Allfälligkeiten – das Bezahlen der Parkgebühren – digital und smart zu gestalten. Die Bedienung des Systems erfolge daher internetbasiert. Für den seltenen Fall, dass dies Gäste überfordern sollte, stehe die Webadresse auch neben dem QR-Code sowohl auf den Schildern selbst, als auch auf den aushängenden Informationsschildern. Umfangreiche Informationen zur Parkraumtechnik einschließlich häufig gestellter Fragen seien zudem auf der FZX-Homepage online unter www.f-z-x.de zu finden.

Keine Ausnahme möglich

Der Xantener Lauftreff hatte sich kürzlich in den sozialen Medien wenig begeistert über die Parkgebühren gezeigt, da die Läufer bei ihrem bis zu zweimal wöchentlichem Training jetzt die Parkgebühren in Höhe von drei Euro pro Tag und PKW bezahlen müssen – die kostenfreie Stunde reiche für sie nämlich nicht aus. Doch das FZX erklärt auf Anfrage, dass hier keine Ausnahme gemacht werden könne: „Vom 16. November bis zum 15. Februar ist das Parken für zwei Stunden kostenfrei, in der Saison für eine Stunde. Diese Regelung wurde getroffen, um auch die Interessen und Belange der örtlichen Bevölkerung miteinzubeziehen. Zudem ist bei Nutzung unserer wassersportlichen Angebote (Tages- oder Jahreszulassungen, Bootsliegeplätze) die Parkgebühr für den Pkw bereits inkludiert. Es kann aber natürlich nicht jede individuelle Freizeitbetätigung eine ,Ausnahme‘ von der Parkgebührenzahlung begründen, denn das würde dem Sinn und Zweck der Parkgebühren – den wir übrigens ebenfalls auf unserer Homepage unter www.f-z-x.de ausführlich erläutern – widersprechen.“

Großes Verständnis

Martina Sicking hingegen hat sogar großes Verständnis für die Erhebung der „vergleichsweise geringen“ Parkgebühren von drei Euro pro PKW und Tag: „Die Umgebung der Xantener Süd- und Nordsee ist immer sehr gepflegt. Auch die Toiletten sind sehr sauber. Die Nutzung ist zudem kostenlos. Als Tourist bezahle ich die Parkgebühren deshalb sogar gerne.“

Sabrina Peters

Ein Parkautomat wie dieser an der Xantener Südsee sorgte am vergangenen Dienstagabend für Frust. NN-Foto: Theo Leie

Prospekte