Papillon: Ansprechpartner auf Augenhöhe finden
Verein unterstützt Menschen, die unter psychischen Problemen leiden
Bei der Arbeit von Papillon geht es ausdrücklich nicht um medizinische Hilfe: „Diagnosen kann man viele haben, uns geht es um die Einschränkung der Teilhabe“, so Josef Berg. Hier setzt das Konzept an, unter anderem mit Assistenzleistungen, Alltagsbegleitung oder Tagesstruktur. Um alles das zu leisten, ist Papillon in der Weberstadt gut vernetzt, arbeitet mit Vermietern, Hausärzten, Jobcenter und der Verwaltung zusammen. „Sie verpacken die Wünsche des Klienten in eine für uns verständliche Sprache“, lobt Bürgermeister Knickrehm die gute Kommunikation. Ein großes Problem gebe es aber, so Josef Berg – Wohnraum für Klienten finden: „Alles steht und fällt mit einem Dach über dem Kopf; wer keine Wohnung hat, der hat auch keine volle wirksame und gleichberechtigte Teilhabe.“ Ein Aspekt, den auch der Bürgermeister mit Sorge sieht: „Es nicht einfach, Standorte für die Schaffung von Wohnraum zu finden; viele haben Sorge vor sozialen Brennpunkten. Hier muss man eine vernünftige soziale Mischung hinbekommen.“
Papillon nimmt auch eine Vermittlerrolle ein, wenn sich nach einer ersten Kontaktaufnahme herausstellt, dass man nicht der richtige Ansprechpartner ist – wenn es zum Beispiel um Suchtberatung geht. Termine für eine erste Beratung oder ein Clearing können unter Telefon 02823/ 4193216 ausgemacht werden – oder man klopft Am Steintor 10 an die Tür.
Weitere Informationen zum Verein, der Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ist, gibt es im Netz unter www.vereinpapillon.de
Corinna Denzer-Schmidt