Ölpreise belasten Transportbranche massiv
IHK: Energiesteuer senken, um Unternehmen schnell zu helfen
NIEDERRHEIN. Der Nahost-Konflikt belastet auch die Wirtschaft am Niederrhein. Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise setzen insbesondere die Transportbranche unter Druck. Logistikunternehmen sowie Taxi- und Busbetriebe müssen Mehrkosten tragen, die sie schwer bewältigen können. Für viele Betriebe entwickelt sich die wirtschaftliche Lage kritisch. Aus Sicht der Niederrheinischen IHK könnte eine niedrigere Energiesteuer kurzfristig Abhilfe schaffen. Die Bundesregierung müsse jetzt handeln, um Folgen für weitere Branchen und Verbraucher zu verhindern. „Die aktuellen Spritpreise sind für viele Unternehmen eine enorme Belastung. Insbesondere für kleinere Betriebe können sie mittelfristig existenzbedrohend werden. Speditionen oder Taxiunternehmen können das auf Dauer nicht durchhalten“, erklärt Fabian Griewel, Teamleiter Verkehr der Niederrheinischen IHK.
Aus Sicht der IHK muss die Bundesregierung dringend handeln. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. „Die sogenannte 12-Uhr-Regel bringt bisher keine Entlastung für Unternehmen oder Verbraucher. Die Preise an der Tankstelle müssen aber jetzt runter. Eine schnelle und wirksame Möglichkeit wäre, die Energiesteuern für Benzin und Diesel auf das europäische Mindestmaß zu senken. Das wären bei Benzin knapp 30 Cent weniger, bei Diesel etwa 15 Cent. Das Ergebnis: sinkende Preise und dadurch mehr Luft zum Atmen für unsere Unternehmen.“
Eine steuerliche Entlastung sei zudem ein erprobtes Instrument: „Wir haben bereits in der Energiekrise 2022 gesehen, dass sich eine temporäre Senkung der Energiesteuern positiv auswirken kann. An diese Erfahrungen sollte die Bundesregierung anknüpfen“, so Griewel.