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Nach einer Präsentation ging es direkt zum Projektgebiet, wo den Teilnehmern die im Projekt verwendeten Methoden und Erfahrungen anschaulich vorgestellt wurden. Foto: Naturschutzzentrum im Kreis Kleve
29. September 2024 Von NN-Online · Rees

Nutrias gefährden die Biodiversität

Naturschutzzentrum informierte zum Thema Nutriakontrolle

BIENEN. Jüngst hat ein Workshop im Rahmen des Projektes „Lebendige Röhrichte“ stattgefunden. Das Thema lautete „Nutriakontrolle – Von der inselhaften Ausführung am Bienener Altrhein zu einer großflächigen Lösung?“. Die rund 30 Teilnehmer waren überwiegend Vertreter von Wasser- und Bodenverbänden, Deichverbänden, Behörden und aus dem Naturschutz. Als Ursache für den dramatischen Rückgang der Röhrichtpflanzen am Bienener Altrhein und damit dieses Lebensraums wurde in Voruntersuchungen des Naturschutzzentrums der Fraß der Nutria (Myocastor coypus) nachgewiesen. Durch die Kontrolle der Nutria im Projektgebiet konnten sich die Röhrichtpflanzen auch außerhalb geschützter Anpflanzungen wieder gut entwickeln. Aufgrund ihrer hohen Vermehrungsrate und der milden Winter breiten Nutrias sich aber außerhalb dieses geschützten Raums weiter aus und verursachen zunehmend Probleme. Sie gefährden die heimische Biodiversität, weil sie die Lebensräume für zahlreiche an diese Lebensräume gebundenen Tier- und Pflanzenarten zerstören. Durch ihre Wühltätigkeit wird die Nutria auch für die Wasserwirtschaft zunehmend zum Problem, weil dadurch zunehmende Risiken auch für den Hochwasserschutz entstehen und die Beseitigung der Schäden enorme Kosten verursacht. Der Workshop befasste sich nun mit der Frage, ob sich die beispielhafte Ausführung der Nutriakontrolle am Bienener Altrhein auch ausweiten ließe, zum Beispiel für den gesamten Kreis Kleve. Mit dabei waren auch Vertreter der niederländischen Waterschappen, die von den umfangreichen Erfahrungen mit der Nutriakontrolle in den Niederlanden berichten konnten. Nach einer Präsentation ging es direkt zum Projektgebiet, wo den Teilnehmern die im Projekt verwendeten Methoden und Erfahrungen anschaulich vorgestellt wurden. Danach erfolgte ein intensiver Austausch.

Nach einer Präsentation ging es direkt zum Projektgebiet, wo den Teilnehmern die im Projekt verwendeten Methoden und Erfahrungen anschaulich vorgestellt wurden. Foto: Naturschutzzentrum im Kreis Kleve

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