NRW-Stiftung unterstützt Rees mit bis zu 250.000 Euro für Museumsausbau
Zum 800. Jubiläum wird die Dürer-Kasematte multimedial inszeniert und in den Museumsrundgang integriert.
REES. Zum bevorstehenden Jubiläum der Stadt Rees unterstützt die NRW-Stiftung den örtlichen Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) bei der Neueinrichtung der Dauerausstellung im Koenraad-Bosman-Museum mit bis zu 250.000 Euro. Bei einem Besuch vor Ort überreichte Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vizepräsidentin der NRW-Stiftung, die Förderurkunde.
Rees besitzt mit seiner großenteils erhaltenen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadtbefestigung, darunter der Kasematte unter dem Koenraad-Bosman-Museum, ein außergewöhnliches Zeugnis seiner Geschichte. Die Stadt war bereits im Mittelalter ein bedeutender Handelsplatz am Niederrhein und Teil der Hanse. Im 16. Jahrhundert entstanden hier umfangreiche Wehranlagen, die auf die Befestigungslehre Albrecht Dürers zurückgehen. „Mit multimedialer Inszenierung und einer neuen Ausstellung machen wir diese besonderen Orte sichtbar und schaffen einen modernen Zugang zur Vergangenheit. So wird die ‚Dürer-Kasematte‘ unterhalb des Koenraad-Bosman-Museums zu einer ‚Erlebniszone Mittelalter und Frühe Neuzeit‘ ausgebaut. Dies soll die künftigen Museumsbesucher auch zu einem anschließenden Stadtrundgang animieren“, sagte Prof. Dr. Barbara Schock-Werner.
„Mit Hörsequenzen, stehenden und bewegten Bildern, die auf die Mauern projiziert werden, speziellen Ton- und Lichteffekten wird Geschichte hier erzählerisch und emotional vermittelt“, berichtete Projektleiter Dr. Veit Veltzke.
Der VVV Rees möchte das Koenraad-Bosman-Museum im 800. Jubiläumjahr der Stadt Rees in 2028 zu einem zeitgemäßen Stadtmuseum mit überregionaler Strahlkraft weiterentwickeln. Unter dem Titel „Rees entdecken: Reisen durch Zeit und Raum“ werden dann Festungsarchitektur, stadthistorische Exponate und Teile der Sammlung Bosman neu inszeniert und digital vermittelt. Die Kasematte soll künftig in den Museumsrundgang integriert werden. So verbindet Rees Denkmalpflege, moderne Kulturvermittlung und ehrenamtliches Engagement.
Diesen vielseitigen Einsatz freut auch die Stadt. „Hier zeigt sich, was entstehen kann, wenn Vereine, Bürgerschaft und Stadt an einem Strang ziehen. Das wäre alleine in dieser Größenordnung nicht zu stemmen gewesen“, sagte der Reeser Bürgermeister Sebastian Hense und bedankte sich bei allen Beteiligten für dieses Engagement.