Notfallverbund Kulturgutschutz im Kreis Wesel tauscht erste Ergebnisse aus
KREIS WESEL. Seit dem Sommer dieses Jahres erarbeiten die Verantwortlichen der kulturtragenden kommunalen Institutionen im Kreis Wesel als „Notfallverbund Kulturgutschutz“ Pläne für die Bewahrung von Kulturgütern. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch, 7. Oktober, in Voerde für die jeweiligen Institutionen besprochen.
„Der Erhalt unseres kulturellen Erbes ist eine gemeinsame Verantwortung. Durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen können wir im Notfall schneller und wirksamer handeln“, so die Initiatoren des Notfallverbundes.
Die konkrete Idee für den Notfallverbund kam bereits Ende 2025. Dabei wurden die zentralen Ziele und Aufgaben des Verbundes von den Archivarinnen und Archivaren im Kreis Wesel in Begleitung der LVR- Archivberatungsstelle abgesteckt: Dazu zählen insbesondere die Entwicklung gemeinsamer Notfallpläne, die Abstimmung von Zuständigkeiten, die Planung gemeinsamer Übungen sowie der Aufbau eines Netzwerks für schnelle Hilfe im Ernstfall.
Der Vorschlag zur Gründung des Notfallverbundes wurde Ende April der Hauptgemeindebeamten-Konferenz vorgelegt. Dem Vorschlag stimmten alle dreizehn Kommunen sowie der Kreis Wesel direkt zu und erteilten damit den offiziellen Arbeitsauftrag für die weitere Ausgestaltung des Verbundes.
Der Notfallverbund soll eine verlässliche Grundlage schaffen, um Kulturgut im Kreis Wesel auch bei Bränden, Wasserschäden, Unwettern oder anderen Notlagen bestmöglich zu schützen. Der neue Verbund stärkt und koordiniert hierfür die Zusammenarbeit zwischen Archiven, Museen sowie weiteren kulturbewahrenden Einrichtungen im Kreis Wesel in Abstimmung mit den Feuerwehren und dem Krisenmanagement des Kreises. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Vorbereitung auf Schadenslagen, der fachliche Austausch sowie die gegenseitige Unterstützung bei der Sicherung und Bergung gefährdeter Kulturgüter.
In den kommenden Monaten sollen weitere Einrichtungen für eine Beteiligung gewonnen, konkrete Arbeitsstrukturen entwickelt und erste Vorbereitungen für eine praktische Übung mit weiteren Akteuren vereinbart werden.
Vertreter der Kommunen für den Notfallverbund Kulturgutschutz (v.l.): Kirsten Lehmkuhl (Voerde/ Hünxe), Lena Koch (Wesel), Ines Krupp (Wesel), Janine Weigel (Kreis Wesel), Sarah Boudaroui (Alpen), Katharina Schinhan (Dinslaken), Mattihas Senk (LVR-Archivberatungsstelle), Kathrin Verjans (Kamp-Lintfort), Daniela Hundrieser-Gillner (Moers), Ludger van Bebber (Sonsbeck), Fabian Witthans (Voerde), Julia-Katharina Kostelnik (Hamminkeln), Berthold Schmeing (Schermbeck), Petra Schwarzmann Neukirchen-Vluyn), Louis Leimbrock (Kreis Wesel) und Lukas Petzolt (Xanten). Foto: Kreis Wesel