Neuer Vorstand der Diakonie beginnt im Sommer
Markus Knops, Leiter des Förderzentrums des Kreises Kleve in Geldern, folgt auf Pfarrer Joachim Wolff
KREIS KLEVE/GOCH. In diesen Tagen erfährt die Schulgemeinde der Gelderland-Schule, dass ihr Schulleiter Marcus Knops Schule und Schuldienst im Sommer auf eigenen Wunsch verlässt. Er wird ab Juli neuer Sozialvorstand der Diakonie im Kirchenkreis Kleve. Knops folgt damit auf Pfarrer Joachim Wolff, der zum 1. August in den Ruhestand wechselt.
Dass dem Leiter des Förderzentrums des Kreises Kleve in Geldern soziale Themen liegen, ist offensichtlich: „Gerade aus diesem Grunde kann ich als Sozialvorstand der Diakonie meine Wirksamkeit nochmals erhöhen.“ In der Schule sei diese auf den Bereich Bildung begrenzt und ende oft mit dem Schulgong. „Für diese Aufgabe und die damit einhergehende neue Herausforderung habe ich mich entschieden, um soziale Themen intensiv voranzubringen. Um für Menschen, die keine Lobby haben, das Wort zu ergreifen.“ Knops steht mit dem aktuellen Vorstand zu wesentlichen Themen bereits im informellen Austausch, um einen reibungslosen Übergang im Juli zu gewährleisten. „Es gibt vieles bei der Diakonie, dass ich sehr beeindruckend finde und wofür es sich lohnt, die eigene berufliche Komfortzone nochmals zu verlassen“, so Knops: „Die Arbeit der Pflege und Tagespflegen, den größten Betreuungsverein im Gebiet der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, die Alltagshilfen des Ambulant Betreuten Wohnens und auch die Sozialen Dienste, Beratung für fast alle Lebenslagen. Wenn Menschen zur Diakonie kommen, dann brauchen sie unsere Hilfe und Unterstützung. Diese bekommen sie durch engagierte Mitarbeitende.“ Finanzvorständin Anne Rutjes ergänzt: „Mit unserem diakonischen Handeln sind wir stark für andere!“
„Die Herausforderungen des Diakonievorstands sind erheblich, weil sich die Gesellschaft insgesamt inmitten eines Veränderungsprozesses befindet“, erklärt Sozialvorstand Wolff. Die Diakonie wird einerseits durch Kirchensteuern finanziert, ein größerer Teil sind unter anderem Leistungen der Kranken- und Pflegekassen, Mittel des Landschaftsverbands Rheinland und kommunale Mittel. Diese bekommt die Diakonie dafür, dass der Staat ihr Aufgaben überträgt. Während die Not, der Hilfebedarf der Menschen eher wächst, fördern Sparprozesse Verteilungskämpfe. „Weil die Würde der Menschen ein Leitmotiv im Handeln des Diakonievereins ist“, benennt Knops einen weiteren Grund, warum er bei der Diakonie beginnt. Wolff und Knops verurteilen darum Debatten, die Leistungsbezieher pauschal verunglimpfen. Sie würden sich wünschen, dass Politik und Gesellschaft differenzierter hinschauen, reden und entscheiden, als dies oft der Fall sei. Der Diakonievorstand ist eine Doppelspitze, zu der Finanzvorständin Anne Rutjes gehört. Sie ist seit 2019 in der Diakonie tätig und war vor ihrer Benennung als Finanzvorständin kaufmännische Leitung. „Ich bin froh, dass ich mit Anne Rutjes gemeinsam eine Doppelspitze gestalten darf. Ihre jahrelange Erfahrung im Bereich der Finanzen und meine sozialfachliche Sicht sind eine gewinnbringende und zukunftsorientierte Kombination“, meint Knops.
Seit vergangenem Herbst arbeitet die Diakonie mit einer neuen Leitungsstruktur, zu der auch der Diakonierat gehört. „Die neue Struktur trennt Aufsicht und Leitung besser, als das bisher der Fall war“, so Diakonieratsvorsitzende Birgit Pilgrim. Der Vorstand könne nun schneller agieren, mit mehr Befugnissen und Gestaltungsspielräumen, dies gehe aber sicherlich auch mit mehr Verantwortung einher.
Die Diakonie beschäftigt rund 150 Mitarbeiter in fünf Fachbereichen und wird von den Mitgliedern, 19 evangelischen Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis selbst getragen. Die Diakonie ist der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche, zwei Seiten einer Medaille. Sie ist dem Spitzenverband Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe zugehörig und Mitglied der AG Wohlfahrt, einem Zusammenschluss mit den Caritasverbänden, dem Paritätischen, dem DRK und der AWO.