Neuer Förderplan für die Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Kleve
Zeitgemäße Standards - Online-Infoveranstaltungen für Träger
KREIS KLEVE. Träger der Freien Jugendhilfe müssen sich beim Kreis Kleve auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Möglich macht das der neue Kinder- und Jugendförderplan, den die Abteilung „Jugend und Familie“ erarbeitet und der Jugendhilfeausschuss beschlossen hat. Die Antragstellung ist künftig ausschließlich digital möglich. Der vollständige Förderplan, weitere Infos sowie die notwendigen Voraussetzungen und Unterlagen hat der Kreis Kleve online aufbereitet: www.kreis-kleve.de/jugendarbeit-richtlinien.
Zudem bietet der Kreis Kleve zwei digitale Informationsveranstaltungen zu diesem Themenkomplex an. Diese finden am Montag, 13. April, statt: Von 10 bis 12 Uhr zu den Förderpositionen „Betriebskosten für offene Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen“ und „Investive Maßnahmen und Mietkosten für offene Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen“ sowie von 17 bis 19 Uhr zu den Förderpositionen „Bildungsarbeit, Projektförderungen, Kinder- und Jugendfreizeiten, Anschaffung von Jugendpflegematerial und Freizeitspaß“. Die neuen Richtlinien treten rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft.
Starke Beteiligung
Leitgedanke des neuen Förderplans ist: „Vielfalt leben – in elf Kommunen. Chancen eröffnen – im ganzen Kreis.“ Unter Anerkennung kommunaler Unterschiede wird damit eine gemeinsame Verantwortung für gute Lebensbedingungen junger Menschen im gesamten Kreisgebiet formuliert. Der beschlossene Förderplan ist ein Meilenstein für die Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Kleve. Künftig gibt es zeitgemäße Rahmenbedingungen für alle elf Kommunen, für die der Kreis Kleve das Jugendamt stellt. Zudem sind die Wünsche und Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen im hohen Maße in die Erarbeitung eingeflossen. Möglich machen das Beteiligungsformate wie eine kreisweite Online-Befragung und dialog-orientierte Projekte. „Wir haben die Perspektiven, Sorgen und Bedarfe junger Menschen ernst genommen. Eine bedarfsgerechte und zukunftsfähige Kinder- und Jugendförderung kann nur mit der konsequenten Stärkung von Beteiligung junger Menschen gelingen“, sagt André Amourette, Leiter der Abteilung „Jugend und Familie“ des Kreises Kleve. „Der Kinder- und Jugendförderplan konzentriert sich auf die Weiterentwicklung bestehender Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie auf die Stärkung der Jugendförderung auf Kreisebene. Die Angebote sollen Teilhabe ermöglichen, Zugänge verbessern und Hürden abbauen.“
Ziel dabei ist es, nicht nur eine stärkere Orientierung an Bedarfen der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, sondern den Trägern auch transparente und nachvollziehbare Förderkriterien zu bieten. Das schafft Planungssicherheit und eine verlässliche Förderstruktur. „Kinder- und Jugendarbeit schafft vielfältige Orte für Begegnung, informelle Bildung und persönliche Entwicklung. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag für das Aufwachsen junger Menschen im Kreis Kleve“, sagt Amourette. „Vielen Dank an alle beteiligten Kinder und Jugendlichen, an die Träger und Fachkräfte sowie an die Kommunen, die an der Gestaltung des neuen Kinder- und Jugendförderplans beteiligt waren.“