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Erste Schicht am neuen Dienstort, dem Neubau der Rettungswache Stralen, für die Mitarbeitenden Michael Lopalewski. Michele Wetzlich, Marie Cuppok und Jens Rabenhorst (v. li.).Foto: Kreis Kleve
12. Mai 2025 Von NN-Online · Straelen

Neue Rettungswache in Straelen in Betrieb genommen

Wichtiger Standort für die Notfallversorgung im südlichen Kreisgebiet

STRAELEN. Der Kreis Kleve hat die neu gebaute Rettungswache in der Stadt Straelen in Betrieb genommen. Seit Anfang Mai 2025 sind die Einsatzkräfte vor Ort an der Wachtendonker Straße 11. Mit dem modernen Neubau stellt der Kreis Kleve eine deutliche Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung im südlichen Kreisgebiet sicher. Die neue Einrichtung ersetzt die bislang provisorisch genutzte Interimswache in Räumen des Deutschen Roten Kreuzes.

Grundlage ist der fortgeschriebene Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Kleve. Ein externes Gutachten hatte gezeigt, dass zusätzliche Standorte nötig sind, um die gesetzlich geforderte Hilfsfrist von zwölf Minuten im gesamten Kreisgebiet einhalten zu können. Straelen ist neben Kleve-Donsbrüggen und Kerken einer von drei neuen Rettungswachenstandorten, die bereits realisiert worden sind oder in Kürze werden. Bereits im Oktober 2024 ging die Wache in Kleve-Donsbrüggen in Betrieb; in Kerken ist die Fertigstellung für Ende 2025 geplant.

„Mit der neuen Rettungswache Straelen stärken wir gezielt die Notfallversorgung in der Region“, betont Landrat Christoph Gerwers. „Die Bürgerinnen und Bürger im Großraum Straelen, Kerken, und Wachtendonk profitieren künftig von kürzeren Reaktionszeiten und einem deutlich dichteren Netz an Rettungsmitteln. Das bedeutet: Mehr Sicherheit für alle.“ Schon jetzt werden tagsüber in der Region drei Rettungswagen (RTW) gleichzeitig zur Verfügung stehen – früher war es lediglich einer. Auch in der Nacht verdoppelt sich die Anzahl auf zwei RTW. Die neue Rettungswache Straelen ist derzeit mit einem 24/7-RTW sowie einem zusätzlichen Tages-RTW ausgestattet, der zwischen 7 und 19 Uhr im Einsatz ist. Perspektivisch ist außerdem die Stationierung eines Krankentransportwagens (KTW) vor Ort geplant. Hinzu kommen im südlichen Kreisgebiet die Rettungsmittel in Geldern und Kevelaer.

„Wir freuen uns, dass wir mit der neuen Rettungswache moderne Arbeitsbedingungen für unsere Kolleginnen und Kollegen schaffen konnten“, erklärt Jürgen Baetzen, Betriebsleiter des Rettungsdienstes Kreis Kleve. „Die bauliche Qualität, die nachhaltige Energieversorgung und die durchdachte Raumaufteilung machen den Standort zu einem Vorzeigeprojekt. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen haben.“

Der rund 4,1 Millionen Euro teure Neubau wurde in nur knapp anderthalb Jahren von der KKB GmbH und regionalen Fachfirmen realisiert. Drei Fahrzeughallen, eine Waschhalle, getrennte Sozialräume, ein Schulungsraum und diverse Funktionsräume bilden das Herzstück der Rettungswache. Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt das Gebäude Maßstäbe: Mit einem Energiebedarf von nur 43,2 kWh pro Quadratmeter und Jahr erfüllt das Gebäude die Anforderungen an ein „Effizienzhaus 40“. Geothermie, Photovoltaik, Wärmerückgewinnung und ein Gründach sind nur einige der eingesetzten Maßnahmen. Um im Krisenfall einsatzfähig zu bleiben, wurde die Rettungswache auch auf mögliche Stromausfälle vorbereitet: Ein fest installiertes Notstromaggregat sowie eine eigene Betriebstankstelle sorgen für autarke Versorgung im Ernstfall.

In der neuen Rettungswache Straelen arbeiten derzeit 42 Mitarbeitende sowie sieben Notfallsanitäter-Auszubildende – dieses Team besetzt ebenso die Rettungsmittel der Wache in der Wallfahrtstadt Kevelaer. Im Jahr 2024 wurden von der Interimswache aus rund 2.000 Einsätze gefahren – ein deutliches Zeichen für die hohe Bedeutung des Standortes.

Nachhaltigkeits-Aspekte der Wache im Überblick:

• Energieeffizienz: Gebäude erfüllt Effizienzhausstandard 40 (nur 43,2 kWh pro Quadratmeter im Jahr).

• Heizung über Geothermie (Fußbodenheizung im Sozialtrakt, Deckenstrahlplatten in der Fahrzeughalle).

• Photovoltaikanlage mit 44 kW-peak auf dem Dach der Fahrzeughalle, Batteriespeicher mit 12 kW.

• Wärmerückgewinnung in der Lüftungsanlage.

• Sozialtrakt mit extensivem Gründach ausgestattet.

• Regenwasserversickerung über Rückhaltebecken.

• Abwasserreinigung am Waschplatz mit Koaleszenzabscheider.

Erste Schicht am neuen Dienstort, dem Neubau der Rettungswache Stralen, für die Mitarbeitenden Michael Lopalewski. Michele Wetzlich, Marie Cuppok und Jens Rabenhorst (v. li.).Foto: Kreis Kleve

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