"Friedhelm Fritsche und Ruth Röös in der modernen Küche des Kontaktcafés, Frühstücksbüffet an Mittwochen und Freitagen, Caritas"
10. September 2026 Von NN-Online · Kleve

Neue Küche, neue Rampe, neuer Look

Nach Umbau- und Renovierungsarbeiten hat das Kontaktcafé der Caritas wieder geöffnet

KLEVE. Ein Kaffee, ein Frühstück, eine Dusche, saubere Wäsche oder einfach ein Ort zum Reden: Das Kontaktcafé der Caritas in Kleve ist für viele Menschen weit mehr als ein Treffpunkt. Mehr als 7.500 Rat- und Hilfesuchende kamen allein im vergangenen Jahr. Jetzt wurde das Kontaktcafé renoviert und umgebaut.

Die neue Küche ist bereits im Einsatz – und kommt bei Gästen und Mitarbeitenden gut an. Sie bietet deutlich mehr Platz und Komfort als die alte Küche. Besonders praktisch ist der größere Herd. Damit können jetzt gleichzeitig zwei große Pfannen oder Suppentöpfe auf dem Herd stehen. „Die neue Küche erleichtert unsere Arbeit im Alltag ungemein. Wir können jetzt besser für unsere Gäste kochen“, sagt Friedhelm Fritsche, Mitarbeiter des Kontaktcafés. Komplett ist die Ausstattung allerdings noch nicht. „Uns fehlen noch zwei induktionsgeeignete 10-Liter-Töpfe, um größere Mengen Suppen und Eintöpfe für unsere Gäste zuzubereiten. Gerade im Herbst und Winter sind diese Gerichte gefragt.“ Wer das Kontaktcafé dabei unterstützen möchte, kann mit einer Spende für die Anschaffung der Töpfe helfen.

Auch beim Zugang hat sich einiges verändert. Die alte Metallrampe wurde entfernt. Sie war schwer, unhandlich und bei Nässe rutschig. Stattdessen gibt es nun einen neuen, barrierearmen Zugang an der Seite. Hier fehlt nur noch das Geländer. Ein zusätzlicher Handlauf am eigentlichen Eingang sorgt ebenfalls für mehr Sicherheit. Auch die Räume selbst haben sich verändert. So wurde das Kontaktcafé komplett neu gestrichen und neu dekoriert. Um die Arbeiten kümmerten sich das Hausmeisterteam und die Mitarbeitenden des Kontaktcafés gemeinsam. „Unser Kontaktcafé ist ein Ort, an dem Menschen unkompliziert ankommen können“, sagt Barbara Kortland, Leiterin der Beratungsstelle für Suchtfragen. „Wer Unterstützung bei Schulden, Behördenangelegenheiten, Wohnungsproblemen, Sucht oder anderen persönlichen Herausforderungen braucht, findet hier erste Hilfe und kann von dort aus weitere Beratung erhalten.“

Damit das Angebot bestehen bleiben kann, ist das Kontaktcafé auf Spenden angewiesen. Die Umbau- und Renovierungskosten beliefen sich insgesamt auf 21.034,41 Euro. Davon flossen fast 13.000 Euro in die neue Küche. Knapp 15.300 Euro wurden aus Bußgeldern und Spenden finanziert. Den verbleibenden Betrag übernahm der Caritasverband. „Das Kontaktcafé wird zu einem großen Teil durch Spenden getragen. Gleichzeitig steigt der Bedarf. Immer mehr Menschen sind auf unkomplizierte Hilfe und Unterstützung angewiesen“, sagt Caritas-Vorstand Martina Hoferichter. „Deshalb freuen wir uns über jede Spende, mit der das Kontaktcafé und seine Angebote unterstützt werden.“

Denn eines hat sich durch den Umbau nicht verändert: Im Kontaktcafé sind alle willkommen. Wer einen Kaffee trinken, frühstücken, duschen, Wäsche waschen, Kleidung oder Lebensmittel erhalten oder einfach mit jemandem ins Gespräch kommen möchte, findet hier einen offenen Ort.

Friedhelm Fritsche und Ruth Röös in der neuen Küche des Kontaktcafés. Mittwochs und freitags gibt es dort Frühstücksbüffet. Foto: Caritas

Prospekte