"Bürgervereinigung Kerken engagiert sich für Mobilitätsverbesserung in Kerken"
7. September 2026 Von NN-Online · Kerken

Neue Idee soll Mobilität in den Ortsteilen verbessern

BVK beantragt Prüfung eines Dorfautos für Kerken

KERKEN. Die Bürgervereinigung Kerken (BVK) setzt sich weiterhin für eine bessere Mobilität in der Gemeinde ein. Nachdem die Einführung eines Bürgerbusses im Rat keine Mehrheit gefunden hat, schlägt die BVK nun einen neuen Weg vor. Mit einem Antrag an den Rat soll die Gemeindeverwaltung prüfen, ob ein Dorfauto als ergänzendes Mobilitätsangebot für Kerken geeignet ist.

Vor allem in den Ortsteilen Stenden, Eyll, Rahm und Poelyck bestehen weiterhin Einschränkungen bei der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Für viele Bürger ist es deshalb schwierig, Arztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten, öffentliche Einrichtungen oder kulturelle Angebote ohne eigenes Auto zu erreichen. „Die Ablehnung des Bürgerbusses hat das eigentliche Problem nicht gelöst. Viele Menschen sind weiterhin auf der Suche nach verlässlichen und alltagstauglichen Mobilitätsangeboten. Deshalb möchten wir jetzt prüfen, welche Alternativen für Kerken in Frage kommen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der BVK, Patricia Gerlings Hellmanns.

Ein Dorfauto könnte eine flexible und nachhaltige Ergänzung der bestehenden Mobilitätsangebote sein. In zahlreichen ländlichen Kommunen haben sich vergleichbare Modelle bereits bewährt. Sie ermöglichen mehr Selbstständigkeit, stärken die Teilhabe und können gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Mit dem Antrag fordert die BVK ausdrücklich keine sofortige Anschaffung eines Fahrzeugs. Vielmehr soll die Gemeindeverwaltung zunächst untersuchen, ob ein Dorfauto wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll umgesetzt werden kann. Geprüft werden sollen unter anderem der tatsächliche Bedarf, mögliche Betriebsmodelle, geeignete Standorte, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Förder und Sponsoringmöglichkeiten. „Wir wollen verantwortungsvoll mit den finanziellen Mitteln der Gemeinde umgehen. Deshalb beantragen wir zunächst eine ergebnisoffene Prüfung. Wenn sich zeigt, dass ein Dorfauto sinnvoll, wirtschaftlich und förderfähig umgesetzt werden kann, hat der Rat anschließend eine fundierte Entscheidungsgrundlage“, so Patricia Gerlings Hellmanns.

Die BVK ist überzeugt, dass moderne Mobilität im ländlichen Raum unterschiedliche Lösungen benötigt. Ziel sei es, die Lebensqualität in allen Ortsteilen zu stärken und die Mobilität für alle Generationen weiter zu verbessern. „Wir möchten Politik gestalten, indem wir Probleme nicht nur benennen, sondern konkrete Lösungen aufzeigen. Unser Antrag soll den Anstoß geben, neue Wege für eine zukunftsfähige Mobilität in Kerken zu prüfen. Am Ende entscheidet der Rat auf Grundlage der Ergebnisse. Genau so sollte verantwortungsvolle Kommunalpolitik funktionieren“, betont Patricia Gerlings Hellmanns.

Die Bürgervereinigung Kerken (BVK) setzt sich weiterhin für eine bessere Mobilität in der Gemeinde Kerken ein. Foto: privat

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