"Porträt von Alewtina Klostreich, neue Beraterin der Diakonie Wohnungslosenhilfe, lächelnd vor neutralem Hintergrund"
5. November 2026 Von NN-Online · Geldern

Nahtloser Übergang in der Diakonie-Wohnungslosenberatung

Alewtina Klostreich tritt in die Fußstapfen von Rainer Blix

GELDERN. Alewtina Klostreich ist seit 1. Oktober in der Wohnungslosenberatung der Diakonie tätig. Damit übernimmt sie die Nachfolge von Rainer Blix, der diese Beratung seit Jahrzehnten angeboten und sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Mit Lebenspartner und Katze in Nieukerk wohnend, ist der Weg an den Ostwall für die neue Diakonie-Mitarbeiterin nicht weit.

Die 40-Jährige ist eine Quereinsteigerin. Ursprünglich angefangen hatte sie im kaufmännischen Bereich. „Das war irgendwann nicht mehr sinnstiftend für mich“, sagt Klostreich, ein Studium der Sozialpädagogik folgte. Eine erste berufliche Station war in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, vor der Diakonie war sie dreieinhalb Jahre in der Beratung für Langzeitarbeitslose tätig. „Irgendwie ist es immer Arbeit mit hilfe- oder schutzbedürftigen Personen gewesen“, sagt Klostreich.

„Spannend und abwechslungsreich“, so umschreibt sie die ersten Wochen am Ostwall. „Gut war, dass Rainer Blix mich noch in seinem Netzwerk vorgestellt hat, das erleichtert den Anfang.“ Die ersten Beratungsgespräche liegen bereits hinter der Sozialpädagogin. „Wichtig ist mir, dass ich den Menschen zuhöre und dass sie das Gefühl haben, sie dürfen ihre Geschichte erzählen.“ Es kommen Menschen zur Wohnungslosenberatung, die plötzlich eine Kündigung auf Eigenbedarf bekommen haben. Es kommen Menschen, die bereits längere Zeit wohnungslos sind und bei Freunden oder Familie überbrücken. Oft sind sie mutlos, weil nichts zu gelingen scheint, alles irgendwie schwierig ist. Selbst mit Anträgen auf ihnen zustehende Leistungen sind sie überfordert. Da kann Alewtina Klostreich helfen, ebenso mit einer postalischen Adresse, die für den Erhalt von staatlichen Leistungen notwendig ist. Selbstverständlichkeiten wie digitaler Zugang oder ein Drucker sind wichtig für die Teilhabe von Menschen – für wohnungslose Menschen jedoch häufig ein Problem.

Schade ist, dass wohnungslose Menschen oft stigmatisiert werden, schuldhaftes Verhalten angenommen wird. „Ich gehe mit einer offenen Haltung in Gespräche, denn jeder Mensch ist wertvoll“, findet Klostreich. Ergänzend zur Wohnungslosenberatung finden Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind auch im Kümmerer-Projekt der Landesinitiative „Endlich ein Zuhause“ Unterstützung. Das Kümmerer-Projekt wird mit Mitteln des Kreises Kleve, des Landes NRW und der Europäischen Union gefördert.

Terminvereinbarungen für Ratsuchende im Haus der Diakonie Geldern, Ostwall 20, sind möglich: Montag bis Freitag: 9 bis 11 Uhr außer Mittwoch 15 bis 17 Uhr.

. Alewtina Klostreich ist seit 1. Oktober in der Wohnungslosenberatung der Diakonie tätig. Foto: privat

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