Nach Polizeieinsatz in Emmerich: Dritter Tatverdächtiger festgenommen
EMMERICH/KLEVE. Einen Fahndungserfolg haben die Beamten des Kriminalkommissariats 3 der Kreispolizeibehörde Kleve erzielt, als sie nach dem öffentlichkeitswirksamen Einsatz am 18. Januar in Emmerich die Ermittlungen zum dritten, flüchtigen Täter aufnahmen.
Wie die Polizei bereits am Tattag berichtete, kam es an besagtem Donnerstagmorgen auf der Hansastraße zu einem großen Polizeieinsatz, nachdem sich ein verdächtiges Fahrzeug aus den Niederlanden kommend durch Flucht einer Polizeikontrolle entzog, die Täter ihr Fahrzeug auf der Hansastraße stoppten und zu Fuß flüchteten. Auf der Flucht ließen die Tatverdächtigen zwei Taschen mit Drogen zurück.
Das Kriminalkommissariat 3 übernahm sofort die Ermittlung zum Aufspüren des dritten Täters und zur Untersuchung des Tascheninhalts, die die Täter auf ihrer Flucht zurückließen. Hierzu wurden umgehend die Mobiltelefone der beiden festgenommenen Täter ausgewertet, Anwohner in Emmerich befragt sowie Videomaterial und Fotos auswertet.
Die Spur führte schnell zu einem 31-jährigen Marokkaner, der bereits in der Vergangenheit sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland mit Drogengeschäften ins Visier der Polizei geraten war. Mitte März erging ein Europäischer Haftbefehl gegen den 31-Jährigen.
Der Marokkaner wurde noch im März zunächst aufgrund eines nationalen Haftbefehls der niederländischen Behörden in den Niederlanden inhaftiert und schließlich Mitte Oktober aufgrund des bestehenden Europäischen Haftbefehls auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kleve nach Deutschland ausgeliefert. Die beiden anderen Festgenommen sind bereits am 7. Juni zu Jugendfreiheitsstrafen von 3,5 und 2,5 Jahren verurteilt worden.
Die Analyse des Tascheninhalts erhärtete nach Polizeiangaben den Verdacht, dass es sich um harte Drogen handelt, die von den Tätern geschmuggelt wurden. In einer Tasche befanden sich knapp zehn Kilo Metamphetamin, in der anderen rund zehn Kilo Ketamin. Im Verlauf der Ermittlungen konnte auch der Diebstahl des Fluchtfahrzeuges aufklärt werden.