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•Die St.-Vitus-Kirche im Ortsteil Hochelten. Foto: privat
8. Januar 2026 Von NN-Online · Emmerich

Musikalisch ins neue Jahr mit Bach Collegium in Elten

Reihe der Abendmusik startet am 18. Januar – Matthäus-Passion im März

ELTEN/KLEVE. Mit Beginn des neuen Jahres beginnen auch für das Bach Collegium Rhenanum in Elten wieder die musikalischen Aktivitäten. Nach der ersten Abendmusik mit einer Kantate und der Missa in g-Moll im Januar in St. Vitus Hochelten ist für Sonntag, 8. März. erneut die Aufführung von Johann Sebastian Bachs großem Werk, der Matthäus-Passion, in der Kirche St. Willibrord in Kleve-Kellen geplant.

Bei der Abendmusik am Sonntag, 18. Januar, um 17 Uhr in St. Vitus Hochelten wird neben dem Kyrie und Gloria aus der Missa in g-Moll, BWV 235 auch die Kantate „Alles nur nach Gottes Willen“ (BWV 72) zu Gehör gebracht. Es ist eine Kirchenkantate, die Bach in Leipzig für den dritten Sonntag nach Epiphanias, 27. Januar 1726, komponierte. In den Lesungstexten aus dem Jahr 1715 legt Bachs Weimarer Hofkollege Salomo Franck den Fokus auf die Ergebung in Gottes Willen als Voraussetzung allen Heils. Der Choral „Was mein Gott will, das g’scheh allzeit“ wurde von Albrecht von Preußen 1547 auf eine französische Melodie aus dem Jahre 1528 geschrieben. Die Kantate erhebt die Heilsgedanken zur entschlossen bejahten Lebensdevise, was mit sich steigernden Viertelschlägen und Chorkoloraturen schon im Eingangssatz verdeutlicht wird. Einschließlich einer Rezitativ-Litanei ist mehr als ein Dutzend Mal vom göttlichen Willen die Rede. In den folgenden Soli wird zunehmend auch Jesus als gütiger Heiland in Klang umgesetzt, wodurch die Kantate zu einem spannenden Beispiel Bach’scher Musiktheologie wird.

Neben der großen h-Moll-Messe existieren von Bach vier weitere, kleinere Mess-Kompositionen. Aufgrund ihrer Beschränkung auf Kyrie und Gloria waren sie für den Leipziger Gottesdienst geeignet und wurden daher auch als „lutherische“ Messen bezeichnet. Bach griff dabei auf eigene Kompositionen zurück, und zwar fast ausschließlich auf Sätze aus Kirchenkantaten, denen er einen anderen Text unterlegte, der dann noch musikalisch umgestaltet wurde. Bei diesem sog. Parodieverfahren erwies sich Bach als ein Meister in der Neutextierung und wohldurchdachten Umschmelzung der verwendeten Teile zu einem eigenen neuen Werk. Für das Gloria der Missa in g-Moll, BWV 235 hat Bach den Eingangschor der Kantate BWV 72 verwendet. Bach lässt den Chor mit zwei großen Sätzen beginnen, es folgen drei solistische Partien, die durch den Schlusschor eingerahmt werden.

Unter der Leitung von Wim Wijting musiziert das Bach Collegium Rhenanum mit Chor und Orchester sowie den Solisten Karin Schulte (Sopran), Merel van Schie (Alt), Roelof Polinder (Tenor) und Ton Tegelaar (Bass).

Veranstalter des Konzerts ist der Klevische Verein für Kultur und Geschichte – Freunde der Schwanenburg. Die Konzertreihe wird durch die Europäische Union im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland – Nederland ermöglicht und kofinanziert. Der Eintritt ist frei, Kollekte beim Ausgang.

•Die St.-Vitus-Kirche im Ortsteil Hochelten. Foto: privat

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