Monocab: Fahrt zur Teststrecke
Tagesfahrt am 23. Mai zur Teststrecke im Extertal
KLEVE. Interessierte Bürger können am 23. Mai die Einschienenbahntechnologie „Monocab“ bei einer kostenlosen Tagesfahrt live erleben und ihre Erfahrungen und Vorstellungen einbringen. Das Projekt „Monocab Rijn-Waal“ erforscht den Einsatz eines innovativen, autonom fahrenden Schienenfahrzeugs im ländlichen Raum. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Nutzung von bereits vorhandener, aber brachliegender Infrastruktur und dem Grenzüberschritt. Neben der demographischen Entwicklung oder fehlendem Fahrpersonal gibt es eine Vielzahl von Gründen, die die Mobilitätsversorgung, insbesondere durch den ÖPNV, im ländlichen Raum in der Zukunft vor große Probleme stellen wird. Ein innovativer Ansatz soll neuen Schwung in die Debatte bringen. „Das Monocab ist eine interessante neuartige Technologie zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im ländlichen Raum“, so Professor Ralf Klapdor von der Hochschule Rhein-Waal in Kleve. So entstand das Forschungsprojekt „Monocab Rijn-Waal“, eine Kooperation zwischen der Hochschule Rhein-Waal, dem Verkehrsplanungsbüro Loedersloot Consultancy aus Nijmegen und einem engagierten Unterstützerkreis aus der Region. Zusammen mit der TH OWL wird untersucht, wie eine solche Technik zukünftig in der Praxis zum Einsatz kommen könnte und wie dabei das Potenzial von stillgelegten Bahnstrecken genutzt werden kann. Das wäre zum Beispiel auf der Strecke zwischen Kleve und Groesbeek der Fall, die momentan durch die Grenzland-Draisine touristisch genutzt wird. Die Probleme und Herausforderungen der ländlichen Mobilität wurden bereits bei einer Auftaktveranstaltung am 29. März in Kranenburg im Bürgerhaus unter dem Titel „Neue Mobilität im ländlichen Raum“ mit vielen interessanten Fachvorträgen thematisiert. Im nächsten Schritt sind nun die Bürger gefragt. Unter dem Motto „Weg von der schnöden Theorie, hin zum praktischen Erlebnis“ kann das Monocab nun live erlebt werden. Am Entwicklungsort in Ostwestfalen-Lippe befindet sich die Teststrecke im Extertal. Dorthin geht es am Freitag, 23. Mai, mit zwei Reisebussen. Teilnehmen können alle Personen, die an neuen Mobilitätsformen für den ländlichen Raum Interesse haben. Insbesondere Personengruppen, die nicht uneingeschränkt auf ein Auto zurückgreifen können, wie Schüler oder ältere Menschen oder Personen mit Einschränkungen. Ebenso richtet sich das Angebot an die Anwohner entlang der stillgelegten Bahnstrecke Kleve-Groesbeek, speziell auch diejenigen, die auf der niederländischen Seite der Grenze wohnen. Die Hochschule möchte dabei herausfinden, wie und unter welchen Rahmenbedingungen eine neue Technik wie das Monocab Akzeptanz von Seiten der Nutzern erfahren könnte. Dazu werden die Mitfahrenden im Laufe des Tages mehrfach befragt, insbesondere zu den Erfahrungen mit der Monocab-Nutzung. Die Tagesfahrt findet von 7.30 bis etwa 20 Uhr statt, ist kostenfrei, Speisen und Getränke sind inklusive. Anmeldung unter https://hsrw.info/monocaberleben, telefonisch unter 02821/ 80673313 oder per Mail an monocab-rijn-waal@hochschule-rhein-waal.de.