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Die Kinder stehen am Freitag in Rheinberg im Mittelpunkt. Foto: Pixabay
31. Januar 2024 · Xanten

Mit Netz und doppeltem Boden

Gemeinsam stark für die Kleinsten im Netzwerk Kinderschutz

RHEINBERG. Kinder und Jugendliche, die sich in einer gefährdenden Situation befinden, können sich sehr häufig nicht selbst helfen, sondern sind auf Hilfe von Erwachsenen angewiesen. Personen, die in beruflichem Kontakt mit Familien, Kindern und Jugendlichen stehen sind diejenigen, die Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung früh wahrnehmen können. Ein Netz(werk) durch diese Personen zu schaffen, kann im besten Fall schwere Schäden von Kindern und Jugendlichen fernhalten oder verringern.

Wie wichtig so eine Zusammenarbeit ist, um den bestmöglichen Schutz für Betroffene bieten zu können, zeigte die Tatsache, dass seit April 2022 laut dem Landeskinderschutzgesetz der Aufbau und die Koordination eines solchen Netzwerks Kinderschutz (NWKS) in jeder Stadt rechtlich vorgeschrieben ist. In Rheinberg hat diese wichtige Aufgabe Frau Martina Muthweiß aus dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes übernommen.

Nach einer umfangreichen Vorarbeit konnte am 22. November 2023 die Auftaktveranstaltung des Netzwerks Kinderschutz in der Rheinberger Stadthalle stattfinden. Rund 100 Akteure aus den kinderschutzrelevanten Bereichen wie Schule, OGS, KiTa/Kindertagespflege, Medizin, Polizei, Justiz und Stadtverwaltung konnten von Rheinbergs Bürgermeister Dietmar Heyde begrüßt werden. Im Anschluss folgten der Vorstellung des Netzwerkes Kinderschutz durch Organisatorin Martina Muthweiß interessante Beiträge von Frau Susanne Goerke, Leiterin des Fachbereichs Jugend, von Herrn Daniel Peetz, Sachgebietsleiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes und von Prof. Dr. Ute Belz vom Kompetenzzentrum Kinderschutz der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf.

Neben vielen Informationen für die Teilnehmenden, wurden auch Bedarfe in den Bereichen Fortbildung über sexualisierte und psychische Gewalt und Interesse an der Teilnahme in unterschiedlichen Fachgruppen (KiTa, Schule, Recht, Gesundheit und Vereine) abgefragt. Das Interesse war erfreulicherweise groß, sodass es neben weiteren Netzwerktreffen auch Input aus den einzelnen Fachgruppen geben wird und unterschiedliche Fortbildungen angeboten werden.

Zusätzlich wird großer Wert auf Prävention im Kinder- und Jugendschutz gesetzt. Als eine erste Maßnahme kommt die Wanderausstellung „Echt Klasse!“ zur Vorbeugung und Aufklärung zum Schutz von Kindern gegen sexualisierte Gewalt für Grundschüler der dritten und vierten Klassen nach Rheinberg. Dank der Beteiligung der Sparkassenstiftung der Sparkasse am Niederrhein, der AWO und der Stadt Rheinberg konnte Frau Tina Deipenwisch von der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt des Caritasverbandes Moers-Xanten diese präventive Ausstellung für die Zeit vom 16. Februar bis 4. März für Rheinberg sichern.

„Die erste Veranstaltung des Netzwerks Kinderschutz Rheinberg war ein voller Erfolg.“, so Organisatorin Martina Muthweiß, was die große Beteiligung und die vielen positiven Feedbacks gezeigt hätten. Auch Sozialdezernentin Iris Itgenshorst freut sich über das große Interesse an diesem so wichtigen Thema: „Ziel aller Aktivitäten in diesem Bereich soll ein interdisziplinär gut funktionierender Kinder- und Jugendschutz sein, sodass Rheinberger Kinder in Zukunft noch besser geschützt werden können.“

Für Fragen und Anregungen steht Netzwerkkoordinatorin Martina Muthweiß gerne telefonisch unter Telefon 02843/171234 oder per E-Mail an martina.muthweiss@rheinberg.de zur Verfügung.

Die Kinder stehen am Freitag in Rheinberg im Mittelpunkt. Foto: Pixabay

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