Mehrere Brände in Waldgebieten an der B221 in Herongen
Brandstiftung vermutet: Die Polizei sucht Zeugen
HERONGEN. In der Nacht zu Donnerstag, 30. April, gegen 1.35 Uhr bemerkte eine Autofahrerin, die auf der Autobahn 40 in Richtung Essen unterwegs war, auf der Höhe der Anschlussstelle Straelen einen Brand links neben der Autobahn in einem Waldstück. Sie informierte die Feuerwehr. Die ersten Einsatzkräfte stellten zunächst einen Flächenbrand an der Broekhuysener Straße (B221), kurz vor der Kiewittstraße fest. Schnell wurden weitere Brandherde entdeckt – insgesamt brannte es an sechs Stellen. Fünf der Brände lagen in den Waldstücken links und rechts neben der B221 in Richtung Broekhuysen, einen sechsten fanden die Einsatzkräfte an der Niederdorfer Straße.
Aufgrund der Vielzahl gleichzeitig auftretender Brandstellen musste frühzeitig von einer außergewöhnlichen Einsatzlage ausgegangen werden. Die Lage entwickelte sich dynamisch, sodass mehrere Alarmstufenerhöhungen sowie die Nachalarmierung weiterer Kräfte erforderlich wurden. Die Einsatzstellen wurden in mehrere Abschnitte unterteilt und parallel abgearbeitet. Weitere Brandstellen wurden nicht festgestellt.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar, insbesondere im grenznahen Waldgebiet in Richtung Niederlande im Bereich der Niederdorfer Straße. Hier wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, um eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen. Durch das koordinierte Vorgehen aller eingesetzten Kräfte konnten die Brände bis in die frühen Morgenstunden unter Kontrolle gebracht und vollständig abgelöscht werden. Die letzten Maßnahmen dauerten bis etwa 5 Uhr an. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Personen kamen nicht zu Schaden; betroffen waren ausschließlich Waldflächen.
Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen nach möglichen Tätern, bei denen kurzfristig auch ein Polizeihubschrauber sowie Kräfte der Bundespolizei, der Polizei Viersen und der niederländischen Polizei eingebunden waren, brachten kein Ergebnis.
Nach ersten Erkenntnissen geht die ermittelnde Kriminalpolizei von Brandstiftung aus. Gesucht werden Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in dem Zusammenhang gemacht haben. Sie werden gebeten, sich bei der Kripo Geldern unter Telefon 02831/1250 zu melden.
Die Feuerwehr konnte eine größere Ausbreitung der Brandstellen verhindern. Foto: Feuerwehr Straelen.