„Mehr Meer geht nicht“
Gasometer zeigt bis zum 30. Dezember die neue Ausstellung „Planet Ozean“
Digitaler Zwilling
Dank modernster Technologien ist es heute möglich, die steten Veränderungen der Ozeane detailliert zu erfassen. Diese Datenmengen vermittelt die Ausstellung im Gasometer mit dem „Ocean Twin“: Beim vom Environmental Systems Research Institute (kurz Esri) entwickelten Zwilling der Weltmeere handelt es sich um einen interaktiven Globus, der als geografisches Informationsnetzwerk aktuellste Erkenntnisse visualisiert. So lassen sich im Gasometer verschiedenste Daten miteinander kombinieren und zu einem interaktiven Abbild vereinen. In digitalen „Was-wäre-wenn“-Szenarien können Besucher direkt vor Ort untersuchen, welche Auswirkungen menschliche Eingriffe in eines der bedeutungsvollsten Naturgebilde dieser Erde haben.
Die Welle
Krönender Höhepunkt der neuen Ausstellung ist die Großinstallation „Die Welle“, deren 40 Meter große Leinwand in den Himmel des Gasometers aufsteigt. Die Konstruktion aus zwei ineinander verschränkten, über 1.000 Quadratmeter großen Flächen, avanciert zum visuellen Raumerlebnis, wenn gigantische Wassermassen sich als brechende Wellen auf die Besucher zubewegen. Und auch das geheimnisvolle Leben in der Meerestiefe ist hautnah erlebbar, denn die Gäste können hier interaktiv in riesige Fischschwärme eintauchen. „Unseres Wissens nach ist diese Leinwand die höchste der Welt und die einzige Leinwand, auf der sie einen Buckelwal in Originalgröße sehen können“, sagt Nils Sparwasser, Kurator der Installation. „Die Wellenskulptur, die wir hier in enger Zusammenarbeit mit Ars Electronica und dem Komponisten Rupert Huber entwickelt haben, ermöglicht ein völlig neues, immersives Erlebnis, das in dieser Art wohl einzig im Gasometer möglich ist.“
Für die Audioführungen durch „Planet Ozean“ konnte der Dokumentarfilmer Dirk Steffens als Sprecher gewonnen werden. Direkt am Ohr begleitet der erfahrene Naturjournalist die Gäste durch die einzelnen Kapitel der Ausstellung. Auch die beliebten Audioguides für Kinder sind wieder erhältlich, berichtet Jeanette Schmitz: „Große und kleine Gäste können sich gleichfalls auf die aufwendig produzierten Hörspiele freuen, wenn unser Gasometer-Geist Gasolo durch die unterschiedlichen Ausstellungsbereiche führt“.
Bis zum 30. Dezember können die Besucher der Ausstellung „Planet Ozean“ in die Tiefe abtauchen – Jeanette Schmitz verspricht: „Mehr Meer im Gasometer geht nicht“.
Andrea Kempkens„Die Welle“ auf der höchsten Leinwand der Welt.Foto: Dirk Böttger