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Daniel Schuster und seine Mitstreiter sind für die Live-Hörspiele vorbereitet. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
25. September 2024 · Heiner Frost · Kleve

Märchen in der Shisha-Bar

Die Klever Hörspielwerkstatt2020 inszeniert drei Live-Märchen

KLEVE. Dass eine Shisha-Bar ein Ort für Märchenerzähler ist: leicht vorstellbar und irgendwie passend. Im Rahmen der Aktion „Lückenfüller“ wird am Samstag, 28. September, zwischen 14 und 16 Uhr genau das passieren – nur, dass der Märchenort keine Shisha-Bar mehr ist, sondern ein Leerstand. Trotzdem: passt! Aber sowas von ... Zu reden wäre über Daniel Schuster und Dominik Fratz.

Die beiden leiten die „Hörspielwerkstatt2020“ www.hoerspielwerkstatt2020.eu) und sagen über sich: „Wir sind ein kreatives Team, wir lieben die Zusammenarbeit zwischen Behinderten und Nichtbehinderten.“ Immer wieder denken sie sich Projekte aus, die dann – mit großem Aufwand – Hörspielwirklichkeit werden. Als es jetzt um die „Lückenfüller“ ging, war für die beiden schnell klar: „Da simmer dabei.“ Die Idee: Drei Märchen werden live gelesen. So weit, so gut. „Wir wollen aber nicht einfach einen Märchenerzähler etwas vorlesen lassen – unsere Idee war, die Märchen eben wie ein Hörspiel zu inszenieren und mit verteilten Rollen sprechen zu lassen.“ Klingt einfach – macht aber viel Arbeit.

An dem Projekt „Live-Märchen“ sind insgesamt 13 Leute beteiligt. Und die kommen, denkt man, aus Kleve. Nichts da. „Wir haben zwei Jungs dabei, die kommen für das Projekt aus Brandenburg angereist“, erzählt Daniel Schuster und Dominik Fratz ergänzt: „Valentin und Noah werden mit ihren Eltern freitags anreisen und bis Sonntag bleiben. Die beiden Jungs hatten bei „jobwrk“ unsere ‚Annonce‘ gesehen und sich beworben.“ Da kommen jetzt also zwei Jungs aus Brandenburg zusammen mit ihren Eltern an den Niederrhein und bleiben drei Tage. Die Frage drängt sich auf: Wie finanziert man das? Daniel Schuster: „Also es ist so, dass wir die Zugkosten bezahlen und die Eltern den Rest der Kosten selber tragen.“ Man hakt noch mal nach: „Was bedeutet: Wir zahlen die Reisekosten?“ Dominik Fratz: „Der Daniel und ich – wir teilen uns das.“ Es gibt keine Zuschüsse? „Nein. Gibt es nicht. Aber uns ist das Projekt wichtig.“ Man schweigt in Hochachtung: Chapeau!

Zurück zum Projekt. Wie stellt man sich das Ganze vor? „Na ja. die Märchen werden von Sprechern gelesen. Dazu gibt es auch Musik. Der Valentin spielt beispielsweise auch Geige und wird die ‚Hänsel-und-Gretel-Melodie‘ spielen. Und dann sind da noch Tanja und Andreas Grunenberg. Die Tanja spielt Flöte und Andreas spielt Klavier.“Da wird also richtig Aufwand betrieben? „Genau“, sagen die beiden. „Wir haben ein Drehbuch geschrieben und das an alle Beteiligen geschickt. Da steht dann der Text, da stehen die einzelnen Rollen – eben alles.“ Fast hätte man die wichtigste Frage vergessen: Welche Märchen werden den „gehörspielt“? Schuster: „Wir haben uns für ‚Hänsel und Gretel‘ (14.10 Uhr), ‚Der Teufel mit den drei goldenen Haaren‘ (143.40 Uhr) und ‚Hans und die Zauberbohnen‘ entschieden. (15.15 Uhr)“ Hans und was? „Hans und die Zauberbohnen. Das ist eigentlich ein englisches Märchen. Das kennt vielleicht nicht jeder.“ Wohl wahr.

Was aber jeder kennen sollte: Datum, Uhrzeit und Ort. Also noch mal: Samstag, 28. September, 14 bis 16 Uhr in Kleve, Wassertraße 2. Der Eintritt ist übrigens frei.HFrost

Daniel Schuster und seine Mitstreiter sind für die Live-Hörspiele vorbereitet. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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