Winkel raumerschließend, 2001. Foto: H.H. Zimmermann
6. Oktober 2026 Von NN-Online · Niederrhein

LVR-Niederrheinmuseum Wesel: Geometrische Präzision am Niederrhein

LVR-Niederrheinmuseum Wesel präsentiert H. H. Zimmermanns „Das konkrete Konzept“

WESEL. Vom 9. bis 18. Oktober zeigt das LVR-Niederrheinmuseum die Ausstellung „Das konkrete Konzept“ des renommierten niederrheinischen Malers und Grafikers H. H. Zimmermann. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pop-Art-Schau von Thomas Baumgärtel widmet sich das Museum damit einer völlig gegensätzlichen, aber ebenso faszinieren Stilrichtung: der Konkreten Kunst. Anlässlich seines Rückzugs aus dem aktuellen Ausstellungsbetrieb bedankt sich der Künstler bei den Freunden der konkreten Kunst und dem LVR Niederrheinmuseum Wesel mit dieser Sonderschau.

Der 1942 in Kalkar geborene H. H. Zimmermann blickt auf eine jahrzehntelange Karriere zurück. Als Absolvent der Hochschule für bildende Künste Berlin und Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf prägte er die konstruktiv-konkrete Kunstlandschaft im Westen Deutschlands nachhaltig. Nach einer viel beachteten Werkschau in Lünen Ende 2025 kehrt der Künstler nun im Rahmen einer intensiven Kunstwoche in seine Heimatregion, dem Niederrhein zurück.

Im Zentrum der Weseler Ausstellung steht Zimmermanns seit 1980 konsequent verfolgtes Gestaltungsprinzip. Seine Arbeiten befreien die Kunst von jeglicher Abbildfunktion oder emotionalen Ablenkung sie leben ausschließlich aus sich selbst heraus: Durch das Zusammenspiel von mathematisch exakter Geometrie und wohldosierter Farbfeldmalerei. Häufig bildet das perfekte Quadrat das Fundament seiner Komposition. Durch die Subtile Anordnung der Farbflächen erzeigt Zimmermann eine meditative Klarheit, die den Betrachtenden völlig neue, visuelle Raumwirkung eröffnet.

Zur Ausstellungseröffnung am 8. Oktober um 18 wird H. H. Zimmermann persönlich anwesend sein. Darüber hinaus besteht auch nur an dem Abend die einmalige Gelegenheit, seine Werke im Rahmen einer Versteigerung zu Niedrigpreisen von bis zu 30 Prozent ihres Listenpreises zu ersteigern.

Während der gesamten Dauer der Ausstellung werden darüber hinaus die nicht versteigerten Werke verschiedener Formate zur Hälfte ihres zurzeit gültigen Marktpreises angeboten.

Ein Großteil des Gesamterlöses wird einer gemeinnützigen Organisation in Wesel gespendet.

Winkel raumerschließend, 2001. Foto: H.H. Zimmermann

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