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Harald Jähner ist am Montag, 19. August, zu Gast in Venlo.Foto: Barbara Dietl
10. August 2024 Von NN-Online · Niederlande

Literarische Sommerabende im Haus der Bibliothek Venlo

Lesungen im August mit deutschem und niederländischem Autor

NIEDERRHEIN. Das Deutschland-Niederlande-Haus der Bibliothek Venlo lädt in diesem 25. Jubiläumsjahr zwei Autoren aus Deutschland nach Venlo ein: Harald Jähner und Patrick van Odijk. Im Vorfeld des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges geben die beiden Autoren mit ihren Büchern einen spannenden Einblick in die für Niederländer und Deutsche besonders turbulenten Zeiten des letzten Jahrhunderts.

Harald Jähner ist ein mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichneter deutscher Sachbuchautor und ehemaliger Journalist, Redakteur und Professor. Sein niederländischer Kollege Patrick van Odijk lebt und arbeitet ebenfalls in Deutschland und hat im vergangenen Jahr seinen ersten Roman veröffentlicht. Für diesen Literatursommer fiel die Wahl auf zwei Autoren, die über außerordentliche Perioden in beiden Ländern schreiben. Ihre Geschichten handeln nicht vom Krieg, sondern von der Gesellschaft und ihrem Land in den Jahren nach den beiden Weltkriegen. Aus beiden Büchern erfährt der Leser viel Wissenswertes über historische Fakten.

Höhenrausch

Am Montag, 19. August, nimmt Harald Jähner die Zuhörer mit nach Deutschland und zu den Deutschen zwischen den zwei Kriegen. Er gibt einen faszinierenden Einblick in das Deutschland der turbulenten Zwischenkriegszeit und zeichnet das Bild eines zerrissenen Landes voller kraftvoller und erschreckender Energien. In der nur 15 Jahre dauernden Weimarer Republik herrschte nach dem Sturz des Kaisers und der Gründung der ersten demokratischen Republik Euphorie. Alles musste sich ändern: das Leben, das Denken, die Geschlechterverhältnisse.

So manches von vor hundert Jahren scheint heute wieder erstaunlich aktuell zu sein. Obwohl Höhenrausch ein Sachbuch von 624 Seiten ist, wird Jähner als begnadeter, fesselnder Geschichtenerzähler beschrieben. Sein Werk liest sich wie ein Roman.

Der falsche Vermeer

Am Sonntag, 29. August, spricht Patrick van Odijk in der Stadtbibliothek über die Niederlande und Amsterdam nach 1945. Nach der Freude über den Frieden folgte die Vergeltung. Richtig oder falsch. Jeder, der sich mit den Nazi-Besatzern einließ, musste dafür büßen. So auch der Vermeer-Fälscher Jan van Aelst, dessen Figur auf dem genialen Kunstfälscher Han van Meegeren basiert, dem es gelang, eine Vermeer-Fälschung an Reichsmarschall Hermann Göring zu verkaufen. Oder war es doch keine Fälschung?

„Der falsche Vermeer“ ist ein 432 Seiten langer historischer Roman. Van Odijks Geschichte ist eine Kombination aus geschichtlichen Fakten und Fiktion über die in vielerlei Hinsicht verwirrende Nachkriegszeit in Amsterdam. Sein Roman zeichnet ein vielschichtiges Porträt einer Zeit voller Lügen und Halbwahrheiten, in der nur wenig so ist, wie es scheint.

Die Autorenlesungen finden jeweils um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Venlo statt. Anmelden kann man sich auf www.bibliotheekvenlo.nl oder unter www.literarischer-sommer.eu. Die Teilnahme kostet zehn Euro oder ein Euro mit Festivalticket. Die Bibliothek Venlo hat beide Bücher in deutscher und niederländischer Sprache zur Ausleihe.

Patrick van Odijk stellt am 29. August seinen Roman „Der falsche Vermeer“ vor.Foto: van Odijk

Patrick van Odijk stellt am 29. August seinen Roman „Der falsche Vermeer“ vor.Foto: van Odijk

Harald Jähner ist am Montag, 19. August, zu Gast in Venlo. Foto: Barbara Dietl

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