Lebenslanges Lernen mitten in der Region
Hochschule Rhein-Waal lädt Interessierte zum Gasthörenden-Frühstück
KLEVE/KAMP-LINTFORT. Ohne Prüfungsstress, aber mit jeder Menge Inspiration, Austausch und Praxisnähe ist die Gasthörerschaft ein spannender Ausgleich im Alltag: für die Teilnehmenden ebenso wie für Studenten und Lehrende. Die Hochschule Rhein-Waal öffnet auch im Sommersemester 2026 wieder ihre Hörsäle für Gasthörer und bietet damit eine besondere Form des lebenslangen Lernens mitten in der Region. Zum Auftakt lädt die Zentrale Studienberatung (ZSB) auch dieses Mal zum gegenseitigen Kennenlernen sowie zur detaillierten Information zum Gasthörenden-Frühstück, am 1. April von 10 bis 12 Uhr im Erdgeschoss von Gebäude 20 am Campus Kleve und am 2. April von 10 bis 12 Uhr im Erdgeschoss von Gebäude 4 am Campus Kamp-Lintfort ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Aktuelle Gasthörende, die bereits seit einigen Jahren dabei sind, erzählen was für sie die Gasthörerschaft ausmacht. Werner Broich, Ingenieur im Ruhestand, ist seit einem Jahrzehnt am Campus Kamp-Lintfort dabei. Für ihn ist die Gasthörerschaft ein bereicherndes Hobby: „Das ist eine tolle und interessante Beschäftigung. Eine super Ablenkung vom Alltag und gleichzeitig enorm bereichernd.“ Gerade der entspannte Rahmen ohne Leistungsdruck ermögliche es ihm, Inhalte aus echtem Interesse zu vertiefen und mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch zu kommen. „Das Schöne ist, dass ich in diesem Rahmen nicht nur lerne, sondern auch aufgrund meiner Lebens- und Arbeitserfahrung ein paar interessante Anekdoten und praktische Hinweise hilfreich einbringen konnte. Dass es zum Beispiel zu meiner Zeit an der Universität einen Rechenschieber im Hörsaal gab, konnte mir erstmal keiner glauben.“
Auch Norbert Weyers, bis zur Rente aktiv in der Arbeits- und Berufsförderung, nutzt das Angebot seit einiger Zeit mit Enthusiasmus. Er besucht insbesondere Psychologievorlesungen – eine Fachrichtung, die ihn schon nach dem Abitur interessiert hat. „Für mich ist das eine späte Chance, das nachzuholen, was ich nach dem Abi eigentlich vorhatte.“ Besonders positiv äußert er sich zum offenen Miteinander: „Der Kontakt zu den Studierenden und Lehrenden ist großartig, wobei die Lehrenden mir als Gasthörer sehr wertschätzend gegenübertreten. Und besonders der interkulturelle Austausch ist bereichernd.“
Auch in der ZSB der Hochschule wird die Gasthörerschaft als wertvolle Bereicherung wahrgenommen. „Der Kontakt zu Studierenden und Studieninteressierten ist natürlich ein Herzstück unserer Arbeit, aber der Austausch mit Gasthörenden aus der Region eröffnet noch einmal neue und ganz andere Perspektive“, so Anja Große-Kreul, Mitarbeiterin der ZSB am Campus Kamp-Lintfort. „Und wir wollen betonen: Alle sind willkommen: ob studiert, mit viel oder wenig Lebenserfahrung. Die Gasthörerschaft steht erstmal für alle offen. Wir freuen uns über die Verbindung mit Menschen aus der Region, gerne auch bei unseren Informationsveranstaltungen am 1. und 2. April.“, ergänzt Katharina Vogl, Mitarbeiterin der ZSB am Campus Kleve.