Landleben im „Haus am See“
Landfrauen luden zum Kulturpicknick mit den „Zwei Schönen vom See“ ein
Denn als über 200 Landfrauen mit ihren Freundinnen in den Saal strömten, quollen die Tische bald über von unterschiedlichsten süßen und herzhaften Leckereien. Kein Wunder, dass sich die Schwestern Karin Schönen-Schragmann und Christel-Johanna Schönen-Schlootz vom Sevelener Baggersee da gleich im Haus am Kesseler Baggersee wie daheim fühlten.
Bei ihrer Vorstellung berichteten sie, dass 2018 beim gemeinsamen Start in die Comedy-Welt, die erste Buchung von einem Landfrauen-Verein kam. Da ihr Comedy-Thema das Landleben ist, kam man an diesem Abend in Kessel auch nicht an der gegenwärtigen Schneckenplage vorbei. Im „Schnipp-Schnapp-Schneck-Song“ ging es um die Chance, die diese Schneckenplagen in sich birgt: „Wer weiß, wofür et jut is....“
Karin Schönen-Schragmann stellte die drei Generationen der Familie Schönen auf dem elterlichen Hof in Sevelen vor. Viele Frauen nickten zustimmend, als von der Aufgabenverteilung auf dem Hof an alle Familienmitglieder berichtet wurde, ebenso bei den Ausführungen über das Familienbad jeden Samstag. Auch kennt man in Goch die großen Plätzchen-Back-Aktionen in der Vorweihnachtszeit, die in jedem Jahr wenige Tage vor dem Fest noch einmal wiederholt werden mussten, da man feststellte, dass alle Plätzchen schon aufgegessen waren.
Christel-Johanna Schönen-Schlootz zeichnete an diesem Abend für den musikalischen Teil verantwortlich; mit Unterstützung von Musiker Hanns Lammert trug sie den „Bossanova“ vom Liebesleben der Hasen vor. Im Lied von der nächtlichen Mückenjagd zur Tango-Melodie erkannte sich so manche Gocherin wieder. Als dann der „Hummel-Walzer“ angestimmt wurde, erhoben sich alle von ihren Plätzen und schunkelten und tanzten durch den großen Saal im Haus am See.
Dann betrat die selbstständige Kunstblumen-Floristikmeisterin Paula Becker (alias Karin Schönen-Schragmann) aus Jülich die Bühne. Sie berichtete vom Eheleben mit Willi, einem pensionierten Beamten, der seinen Bürostuhl gegen den heimischen Küchenstuhl getauscht hat. Ein tägliches Ritual sind die drei Fragen: „Wo gehst du hin?“, Wann kommst du wieder?“ und „Was gibt es zu essen?“ Auch vom Kaffeekränzchen bei Nachbarin Else Schwaderlapp wusste sie so einiges zu erzählen.
Nachdem so die verschiedenen Facetten des Landlebens am Niederrhein erörtert worden waren, wurden die beiden Schwestern und ihr Begleiter mit einem gemeinsam gesungenen „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ verabschiedet. Doch für die Gocherinnen war noch lange nicht Schluss, galt es doch noch die letzten Tupperdosen zu leeren und so manch leckeres Rezept auszutauschen.
Mit ihrem Programm trafen die „Zwei Schönen vom See“ genau den Geschmack des Publikums.