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Harald Gülzow analysiert Brunnenwasserprobe mit Nitratkarte NRW im Labormobil.
1. April 2026 Von NN-Online · Geldern

Labormobil macht am 13. April in Geldern Station

Verein testet auf dem Marktplatz Brunnenwasser

GELDERN. Die Brunnenwasseranalysen am gelben Labormobil sorgten in den letzten Jahren in Geldern für reges Interesse. Zahlreiche Bürger kamen mit ihren Brunnenwasserproben zum Infostand vom VSR-Gewässerschutz, um zu erfahren, wofür sie das Wasser verwenden können. Am Montag, 13. April, macht das Labormobil von 11 bis 13 Uhr in Geldern auf dem Marktplatz Station. Harald Gülzow und Heinz-Theo van Wickeren, die sich in der gemeinnützigen Organisation engagieren, nehmen in dieser Zeit wieder die Proben der Bürger entgegen.

In den heißen und trockenen Phasen des Sommers wird im Garten viel Wasser benötigt. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass mehr Brunnenwasser statt dem kostbaren Leitungswasser verwendet wird. „Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Harald Gülzow. Im Labormobil untersucht er wieder gegen eine geringe Beteiligung von zwölf Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Diese Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer bereits noch am Infostand am Ende der Aktion. Gegen eine weitere Kostenbeteiligung können auch zusätzliche Parameter analysiert werden. Durch die ergänzenden Untersuchungen erfahren die Brunnenbesitzer, ob das Wasser zum Gemüse gießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist. „Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Heinz-Theo van Wickeren. Diese Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. Die Gewässerexperten bieten zusätzlich jeden Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr eine telefonische Beratung unter Telefon 02831/9763342 an.

Eine Beprobung des Gartenbrunnens ist ganz einfach. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt zur Probenahme 0,5 Liter Mineralwasserflaschen aus Kunststoff zu nutzen. „Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen ohne den Deckel oder Flasche von innen zu berühren“, ergänzt Matthias Ahlbrecht.

Präsentation der Messwerte aus 30 Jahren am Infostand

Der VSR-Gewässerschutz führte bereits Auswertungen der bisherigen Analyseergebnissen in der Region durch. Diese zeigen Harald Gülzow und Heinz-Theo van Wickeren am Informationsstand in Geldern auf einem Bildschirm. „Unser Nitratdiagramm verdeutlicht, dass die Nitratbelastung nicht so gesunken ist, wie gehofft“, berichtet Harald Gülzow. Des Weiteren konnte die gemeinnützige Organisation feststellen, dass andere Belastungen, wie Bakterien nach Starkregenfällen im Brunnenwasser zunehmen. „In Gesprächen mit den Brunnenbesitzern wird häufig klar, dass verschmutztes Regenwasser in den undichten Brunnen eindringen kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es für die Nutzung im Garten wichtig ist das Brunnenwasser regelmäßig untersuchen zu lassen“, erklärt Harald Gülzow. So können Brunnenbesitzer bei der Verwendung ihres Wassers ausschließen, dass es zu Gesundheitsrisiken kommt. Die ausführlichen Auswertungen findet man auch unter vsr-gewaesserschutz.de/regionales/nordrhein-westfalen/kreis-kleve/brunnen

Harald Gülzow untersucht eine Brunnenwasserprobe mit Nitratkarte NRW im Labormobil. Foto: Ruben Wiltsch

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