Kuhlen und Schäfer neue Ehrenmitglieder bei Ressa
Reeser Geschichtsverein mit 560 Mitgliedern und neuen Angeboten in 2026
REES. Der Reeser Geschichtsverein Ressa hat zwei neue Ehrenmitglieder ernannt: Klaus Kuhlen und Bernd Schäfer. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrte der aktuelle Vorstand die Verdienste der beiden pensionierten Lehrer.
Klaus Kuhlen war von 2010 bis 2024 stellvertretender Vorsitzender und bereicherte das Vereinsleben durch stadthistorische Forschungen, Vorträge und Buchbeiträge. Bernd Schäfer war von 2005 bis 2010 stellvertretender Vorsitzender und wurde nun insbesondere für seine Forschungen zum jüdischen Leben in Rees geehrt, die auch zur Verlegung von Gunter Demnigs Stolpersteinen in den Jahren 2009 und 2025 sowie zum Raum der jüdischen Traditionen im Koenraad-Bosman-Museum führten.
2017 hatte der Geschichtsverein erstmals eine Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen. Diese ging an das Ressa-Gründungsmitglied Hermann Voß (1928-2021), ein Jahr später wurde Hermann Venhofen für seine langjährige Vorstands- und Forschungsarbeit geehrt.
Zum zweiten Mal fand die Jahreshauptversammlung des Reeser Geschichtsvereins mit anschließender Weihnachtsfeier im großen Saal des Bürgerhauses statt. 110 der inzwischen 560 Vereinsmitglieder waren der Einladung gefolgt. Gemeinsam blickten sie auf die 22 Veranstaltungen in diesem Jahr zurück, die neben gutbesuchten Vorträgen auch Ausflüge und Ausstellungen umfassten. Mit rund 1.500 Besuchern gehört „Helmut Schomaker und der Rinkieker“ zu den erfolgreichsten Ausstellungen in der Geschichte des Reeser Museums. Auch die aktuelle Ausstellung „Der Reeser Fotograf Joseph Knippenberg“ haben seit November bereits mehr als 650 Geschichtsfreunde in Rees besucht.
Ressa beteiligte sich in diesem Jahr an vielen Projekten der deutsch-niederländischen Reihe „80 Jahre Freiheit“ und weihte, mit finanzieller Hilfe des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, das Bailey-Brücken-Denkmal an der Reeser Rheinpromenade ein. Im Rahmen des Interreg-Projektes zur gemeinsamen Hanse-Geschichte organisierte Ressa gegenseitige Besuche mit der Historischen Vereeniging Zytphen und dem Eligant Lyceum Zytphen.
Bei der Jahreshauptversammlung, moderiert vom Ressa-Vorsitzenden Heinz Wellmann und seinem Stellvertreter Michael Scholten, berichtete Schatzmeister Dirk Kleinwegen von einem ausgeglichenen Kontostand. Die Kassenprüfer David Kimmig und Marianne van Beeck hatten sich zuvor von der einwandfreien Kontoführung überzeugt.
Das vorgestellte Programm für das Jahr 2026 umfasst wieder eigene Vorträge (Hochwasserschutz, Reeser in Film und Fernsehen, Die Brücke von Arnheim, Die Jasba und weitere Reeser Betriebe), Gastvorträge von Frank Mehring (Songs of Liberation), Dr. Georg Cornelissen (Pötte, plästern, Pimpernellen), Dr. Jens Lieven (Die Kölner Erzbischöfe Engelbert und Heinrich) und Clemens Reinders (Niederrheiner erzählen) sowie Führungen durch die Knippenberg-Ausstellung, das LVR-Niederrheinmuseum, den Reeser Friedhof, das Hansedorf Grieth und das niederländische Fort Pannerden. Einige Angebote finden in Kooperation mit Liemers Niederrhein und der Stadtbücherei Rees statt. Mehr dazu steht im aktuellen Jahrbuch „Reeser Geschichtsfreund“, das zum Preis von zehn Euro unter anderem in der Touristeninformation am Markt oder unter www.ressa.de/shop erhältlich ist.
Die Mitgliedschaft im Reeser Geschichtsverein kostet 18 Euro (Familien: 25 Euro) pro Jahr. Darin enthalten sind ein Freiexemplar des Jahrbuchs „Reeser Geschichtsfreund“, der freie Eintritt ins Reeser Koenraad-Bosman-Museum, ins Emmericher Rheinmuseum und in das Geldmuseum in Xanten-Wardt sowie eine Freifahrt mit der Rheinfähre „Rääße Pöntje“.