„Krüss‘ an quer“, in Griethausen ging es hoch daher
1. Prunksitzung der „Wölfkes“ im Vereinshaus
GRIETHAUSEN. Beim Blick auf das deutsche Politikgeschehen ist einem einfach nur zum Heulen zumute. Ein Umstand, über den man in Griethausen nur lacht, denn die „Wölfe“ heulen gerne, sie heulen laut und sie heulen oft. So auch am vergangenen Freitag bei der ersten Vereinssitzung. Unter dem Motto „Krüss‘ an quer, hopp oder top – De Wölfkes stelle alles op den Kopp“ hatten die „Wölfkes‘‘“ ins Vereinshaus Griethausen eingeladen und boten ein rund fünfstündiges, abwechslungsreiches Programm.
Die beiden Leitwölfe Michael ‚Michi‘ Daams und Ludger ‚Lutti‘ Jansen waren bestens aufgelegt und zogen zunächst als Box-Kontrahenten ein, um dann auf der Bühne in friedlicher Eintracht durch das Programm zu führen. Sie hätten den Abend genauso gut als Alleinunterhalter durchführen können, doch es warteten bereits weitere Akteure auf ihren Auftritt. Jede Darbietung wurde mit einem Vierzeiler angekündigt und als Eisbrecherin brachte Lenya Vierboom von der KV Zyfflich den Saal mit ihrem Solotanz schnell auf Betriebstemperatur. Im Flüsterton wurde Prinz Tim der Rockende angekündigt und das Publikum ermuntert, ihm einen grandiosen Einzug zu bereiten. Diesen bekam er auch und war sichtlich beeindruckt, ja man kann schon sagen: Tim wirkte etwas struppig ob der tosenden Menge. Nachdem er wieder bei Worten war überreichte er seinen Prinzenorden an Louisa Verhaßelt und Amira Hüskes für ihr Engagement im Griethausener Karneval. Das Leben der Weihnachtselfen präsentierten „De Töpperkes“ auf der Bühne. Sage und schreibe 21 Jungwölfe tanzten sich in die Herzen der Zuschauer, sie alle aufzuführen würden den Bericht sprengen. An Nachwuchs mangelt es jedenfalls nicht (Trainerinnen: Iris Merling, Benita Hüskes, Silke Nellessen und Ricarda Weusthoff-Eerden). Einen Vereinsorden für fünf aktive Jahre in der Truppe erhielt zudem Marie Poorten. Frau Holle bringt den Schnee, Herr Holle die Geschenke. Als Weihnachtsmann - er löste damit ein Wahlversprechen ein (und ist damit ein Exot in Deutschland) - erhielten De Töpperkes wie im letzten Jahr versprochen Unterstützung von Holger Wamers. Zum zweiten Male standen Mutter und Tochter gemeinsam im Zwiegespräch auf der Bühne. Als das Putzgeschwader Hildegard und Gisela brachten die beiden so manchen Schmutz zum Vorschein und die Zuschauer zum Lachen. Wenn ich so mit meiner Mutter geredet hätte, dann aber Kasalla … „Alle Hüte aufstehen“! Bei einem Publikumsspiel hatten nicht nur die Zuschauer sichtlich ihren Spaß, nein, auch Clemens von der KG Spoy, der per ‚Zufallsgenerator‘ ausgesucht wurde machte eine sehr gute Figur auf der Bühne. Danke, dass Du den Spaß mitgemacht hast. Es gab Besuch aus der Oberstadt. Die „fidelen Fünkchen“ von der Fidelitas Materborn brachten nicht nur Tanz sondern auch Glanz auf die Bühne und holten sich ihren verdienten Applaus nebst einer Zugabe ab. Zweimal die Woche Probe und zwar über das ganze Jahr - diese Truppe gehört öfters auf die Bühne!
Als Rockoper, Entschuldigung Schreibfehler, als Rock-Opa berichtete Michael Daams von früheren Klassenfahrten und diversen Kommunikationsproblemen mit seinem Kindern. Sie können sich heute nur noch mit Emojis verständigen. Ihr wisst schon: Auto, Auto, Herz, Smiley, Smiley, Smiley, Auto, Auto, Sternchen, Herz! Seine Döntjes aus dem Alltag spiegelten das Leben in vielen anderen Haushalten wieder. Sein Fazit am Ende: „Früher war nicht alles besser, aber anders!“ Nach einer kurzen, aber verdienten Pause schraubten ‚Puppe und Co‘ mit ihrer Showeinlage den Stimmungspegel gleich zu Beginn der zweiten Hälfte wieder in die Höhe. Die Geschichte des St. Martin kennt wohl jedes Kind spätestens nach dem zweiten Kindergartenjahr. Welche Geheimnisse dieser spätere Bischof aber sonst noch preiszugeben hatte, wurde ihm von Ludger Jansen in einer weiteren Folge aus der Rubrik „Interviews, die die Welt nicht braucht“ entlockt. Rene Hübbers in seiner auf den Leib geschneiderten Rolle als ‚Bischof vom Bierkönig‘ war nicht zu bremsen. So konnte ihm sein Vater nicht sagen, was er früher ohne Internet gemacht hat - seine zwölf Geschwister übrigens auch nicht! Wessen Auge spätestens jetzt noch trocken blieb, dem rate ich zu einem Besuch beim Augenarzt. Eine Erkältungs- und Grippewelle hat das Land im Griff und auch das Vereinshaus hat es schwer erwischt: Fieber! Besser gesagt Dschungelfieber!
Die „Las Lobitas“ zeigten mit ihrem Tanz ‚Ich bin ein Star, holt mich hier raus‘ eine Performance, die sich wahrlich sehen lassen kann. Eine wahre Augenweide, was unter der Führung von Trainerinnen Lisa Stoffels und Louisa Dyckerhoff dargeboten wurde und sie wurden erst nach der geforderten Zugabe aus dem Camp rausgeholt. Als die Frau vom Bau wagte sich Laura Stoffels in diesem Jahr an ein ganz neues Bauvorhaben. Eine Teilnahme bei ‚Let’s Dance‘ sollte es sein. Doch was sie auch alles probierte - am Ende scheiterte die Teilnahme an zu vielen „Bausünden“, was wahrlich nicht am Studiopublikum lag. Dieses forderte vehement eine Zugabe, die selbstverständlich nicht verwehrt wurde. Auf eine ‚Mannschaftsfahrt mit Hindernissen‘ machte sich das Männerballett ‚De Löschis‘. Nach Mallorca sollte die tänzerische Reise gehen. Der ausgefallene Flug wurde kurzerhand durch eine Fahrt mit dem U-Boot kompensiert. Im Handgepäck hatten sich die Trainerinnen Iris Merling, Benita Hüskes, Franziska Ketteler und Réka Look versteckt. Die Bühne bebte förmlich, so dass oben auf dem Bresserberg die Seismographen leicht ausschlugen. Leider bekamen sie am Ende Inselverbot!! Ein Dank sei an dieser Stelle allen gezollt, die ungenannt im Hintergrund agieren und zum Gelingen eine tollen Abends beigetragen haben. Zum Finale aller Aktiven auf der Bühne wurden die letzten Lieder angestimmt. „Wir freuen‘ uns schon auf das nächste Mal‘ und das wird am kommenden Samstag sein - und wir freuen uns wirklich schon!!!