Kreis Kleve: Krankenstand steigt im ersten Halbjahr 2025
Psychische Erkrankungen verursachen die meisten Fehltage
KREIS KLEVE. Der Krankenstand im Kreis Kleve war im ersten Halbjahr 2025 höher als im Vorjahreszeitraum 2024. Er stieg von 5,6 auf 5,7 Prozent, lag somit im landesweiten Durchschnitt für NRW von 5,7 Prozent. Von Januar bis Juni 2025 war jeder und jede Beschäftigte im Kreis Kleve durchschnittlich rund 10 Tage krankgeschrieben. Die DAK-Gesundheit hat in einer Sonderanalyse die Krankschreibungen aller DAK-versicherten Beschäftigen in der Region ausgewertet. In der ersten Jahreshälfte kamen auf 100 DAK-versicherte Beschäftigte insgesamt rund 1034 Ausfalltage, was im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr ein Plus von einem Prozent bedeutet.
„Unternehmen in unserem Kreis profitieren nachhaltig davon, wenn sie die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden aktiv schützen und fördern“, sagt Volker Dorissen von der DAK-Gesundheit in Kleve „Investitionen in ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement zahlen sich aus, für die Beschäftigten und die Betriebe. Unsere Kasse unterstützt Unternehmen dabei, Gesundheit langfristig zu sichern und zu stärken.“
Drei Erkrankungsgruppen
Die meisten Ausfalltage gingen im ersten Halbjahr 2025 auf das Konto von drei Erkrankungsgruppen. Rang eins belegten psychische Erkrankungen wie Depressionen mit 214 Fehltagen je 100 Versicherte. Dahinter kamen Atemwegserkrankungen mit 180 Fehltagen, gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen auf Rang drei mit 170 Fehltagen je 100 Versicherte.
Die DAK-Gesundheit hat nicht nur die Krankschreibungen analysiert, sondern auch die Einstellungen der Erwerbstätigen zum Umgang mit ihrer Gesundheit in einer repräsentativen Forsa-Umfrage abgefragt. Besonders im Fokus dabei: Die unter 30-Jährigen in der Arbeitswelt, die sogenannte Generation Z. Die Umfrage ergab unter anderem, dass mehr als die Hälfte (54 Prozent) der jüngeren Beschäftigten deutlich vorsichtiger mit Infekten sind als vor der Pandemie. Ein Viertel lässt sich heute eher mit Erkältungssymptomen wie Husten oder Schnupfen krankschreiben (25 Prozent, bei der Gesamtheit: 18 Prozent). Die Generation Z meldet sich häufiger bewusst krank, damit sich eine Erkrankung nicht weiter verschlimmert. Diese Haltung nehmen 83 Prozent der unter 30-Jährigen ein. Bei einer Befragung von jüngerem Beschäftigen vor der Pandemie im Jahr 2015 waren es mit 75 Prozent noch weniger.
Die DAK-Gesundheit hat rund eine Million Versicherte in Nordrhein-Westfalen. Sie ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands und engagiert sich besonders im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Weitere Informationen zum BGM der Kasse gibt es online unter www.dak.de/bgm.