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Stellen das neue VHS-Programm für das erste Semester 2025 in Rees und Emmerich vor: (v. l.) Aija Samina-Edelhoff (VHS), Sigrid Mölleken (Stadt Rees), Andrea Joosten (Stadt Emmerich), Susanne Hoos (Stadt Rees) und Alf-Thorsten Hausmann (VHS). Foto: Stadt Rees
11. Januar 2025 · Michael Bühs · Rees

Kleve/Emmerich/Rees: VHS stellt neues Programm vor

Zukunftsthemen, „Junge VHS“, Studienreisen und Online-Vorträge im ersten Semester 2025

KLEVE/EMMERICH/REES. Ohne ein Schwerpunkt-Thema, dafür mit zahlreichen, teils neuen Angeboten startet die VHS Kleve in das erste Semester 2025. „Der Vorschlag des Deutschen Volkshochschul-Verbandes lautet ‚Zukunftsort VHS‘. Das war für uns aber zu wenig greifbar“, sagt Alf-Thorsten Hausmann, Leiter der VHS Kleve. Mit dem Verzicht auf ein Schwerpunktthema „bietet sich der Vorteil, dass sich der Blick mehr auf Kleve und Umgebung richtet“. Zudem habe man ohnehin einige Angebote zum Thema Zukunft im neuen Semester-Programm.

Das vergangenen Jahr verlief für die VHS Wilhelm Frede zufriedenstellend. „Wir können uns nicht beschweren“, sagt Hausman mit einem Augenzwinkern. Mit rund 11.000 Teilnehmern nähert man sich wieder den Vor-Corona-Zahlen (2018: 11.700; 2019: 12.600). Für das Jahr 2025 erwartet Hausmann einen ähnlichen, im besten Fall noch etwas höheren Zuspruch.

Um dies zu erreichen, hat das VHS-Team nicht nur bewährte Angebote beibehalten und teils ausgebaut, sondern auch neue Inhalte geschaffen. Schon im vergangenen Jahr hat man die Studienfahrten, die vor Jahren auf Eis gelegt wurden, wieder aufleben lassen mit einer achttägigen Reise durch die baltischen Staaten. In diesem gibt es gleich zwei Angebote: einmal Südengland – dabei wandeln die Teilnehmer unter anderem auf den Spuren von King Arthur und Rosamunde Pilcher – und einmal Lettland.

Das jüngere Publikum nimmt die Klever Volkshochschule mit der Reihe „Junge VHS“, die 2023 wiederbelebt wurde, in den Fokus. „Wir haben große Anstrengungen unternommen, diese Reihe mit Leben zu füllen“, berichtet Hausmann, der sich über eine „wirklich gute Resonanz“ freut. Zwar gibt es Angebote in allen Fachbereichen, etwa „Teichforscher mit Keschern und Mikroskop“ am Wahrsmannshof in Rees. Doch besonders „Kunst und Kultur“ ist stark vertreten, etwa der Workshop „Step by Step von der Sohle zur Skulptur“, der im Rahmen des Kulturrucksack NRW angeboten wird. Hinzu kommen Online-Vorträge der vhs.KinderUni über das ganze Semester.

Insgesamt 37 Bewegungskurse geben einen Hinweis darauf, wie beliebt der Bereich „Gesundheit und Bewegung“ an der VHS ist. Umso mehr freut es Hausmann, dass im Raum Rees zwei neue Yoga-Kurse angeboten werden können und mit der Theater- und Kulturwerkstatt Haldern auch gleich ein neuer Veranstaltungsort gefunden wurde. „In Rees waren uns vor einiger Zeit Räume weggebrochen. Jetzt können wir wieder mehr Kurse hier anbieten“, sagt Hausmann.

Ein zentraler Punkt im VHS-Programm sind, auch nach der Corona-Pandemie, die Online-Angebote. Neben Angeboten aus dem eigenen Haus, darunter die Online-Reihe „Internet Insights“ mit dem Klever Experten und langjährigen Dozenten Marcus Freit zum Thema Privatsphäre und Datenschutz, „haben wir mit anderen Volkshochschulen eine Reihe von Online-Vorträgen an Bord geholt“, berichtet Hausmann. „Auf diese Weise kann man auch renommierte Vortragende gewinnen.“ Einer ist der Neurobiologe Martin Korte von der TU Braunschweig, der der Frage nachgeht: „Macht KI uns alle dumm?“ Für Hausmann steht fest, dass in einer Zeit, in der Social-Media-Plattformen auf Faktenchecks verzichten und Kommentare und Posts ungefiltert zulassen, „Seminare über KI einen großen Reiz haben“.

Gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Waal und dem Verein Haus Mifgash hat die Klever VHS die Vortragsreihe „Forum Internationale Politik“ wiederaufgenommen. Nach dem gut besuchten Auftakt Ende vergangenen Jahres bieten nun Wissenschaftler aus der Region an fünf Abenden in 2025 einen Transfer spannender Themen in die Region bieten, darunter „Frauenrechte in den USA nach der Wahl“ und „Der kolumbianische Friedensprozess“.

Weitere Vorträge finden zum Teil in Kooperation mit der Stadtbücherei Kleve statt: Wie hat sich in 90 Jahren deutscher Fernsehgeschichte das Medium TV verändert? Was erlebt man auf einer hautnahen Reise durch die Mongolei? Zudem finden Autorinnenlesungen statt.

„Sehr gut angekommen“ ist laut Hausmann ein neues Angebot aus dem vergangenen Semester, das nun fortgesetzt wird: die Seminarreihe „Ofenführerschein“. In Anleitung durch die Schornsteinfegermeister der Kehrprofis erlernen Teilnehmer an einem Termin alles, was zum sicheren, ökonomischen und ökologischen Betriebs eines heimischen Kamins oder Kaminofens wichtig ist.

Erstmals Teil des VHS-Programms ist eine Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der EURES Rhein-Waal stattfindet: Bei „Currywurst trifft Frikandel“ werden grundlegende Informationen an diejenigen vermittelt, die an einem grenzüberschreitenden Arbeitsverhältnis in den Niederlande Interesse oder es konkret ins Auge gefasst haben.

Kurse zu Gefahren in der analogen und digitalen Welt gibt es bei der Klever VHS bereits seit längerer Zeit. „Wir betreiben konkrete Aufklärungsarbeit“, betont Hausmann. So auch mit den neuen Seminaren mit dem Thema „Enkeltrick & Co. – schützen Sie sich vor Betrug“.

Auch Sprachkurse werden gut angenommen, vor allem die Niederländisch-Kurse. Erstmals gibt es nun ein Angebot nur in niederländischer Sprache. „Wir konzentrieren uns damit auf Teilnehmer, die einem Unterricht komplett in Deutsch nicht folgen könnten, zum Beispiel osteuropäischen Bürgern, die in den Niederlanden arbeiten“, erläutert VHS-Leiter Hausmann.

Unter den 19 Veranstaltungen, die im ersten Semester 2025 in Emmerich angeboten werden, finden sich neben den beliebten Niederrhein-Erkundungen auch zwei Bildungsurlaube im Schlösschen Borghees: Neben dem Achtsamkeitsbildungsurlaub mit Dr. José Antonio Fuentes ist „Emotionale Intelligenz: Emotionserkennung – unsere menschliche Superkraft“ mit Almut van Himbergen neu im Programm. Nur noch Restplätze gibt es für die Yoga-Kurse in Emmerich. Die Freimaurerloge Pax Inimica Malis gewährt Teilnehmern der VHS an drei Abenden Einblicke und ermöglicht eine (kritische) Auseinandersetzung im direkten Austausch.

Rees ist mit 23 Kursen nicht nur Standort für die erwähnten „Junge VHS“- und Bewegungsangebote. Auch zahlreiche Sprachkurse finden hier statt und sind seit Jahren stark und beständig nachgefragt. Hinzu kommen PC-Kurse in Theorie und Praxis für die „Silver Surfer“, sprich die ältere Generation.

Das neue Programm gibt es einmal mehr in Druckform sowie unter www.vhs-kleve.de; hier sind auch weitere Infos und Kontakte zu finden.

Stellen das neue VHS-Programm für das erste Semester 2025 in Rees und Emmerich vor: (v. l.) Aija Samina-Edelhoff (VHS), Sigrid Mölleken (Stadt Rees), Andrea Joosten (Stadt Emmerich), Susanne Hoos (Stadt Rees) und Alf-Thorsten Hausmann (VHS). Foto: Stadt Rees

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