Kindergartenkinder entdecken die Kartoffel
Vom Feld auf den heimischen Teller
WEEZE. Wie kommt die Kartoffel eigentlich auf unseren Teller? Dieser Frage gingen die Kinder des St.-Cyriakus-Kindergartens aus Weeze bei einem Ausflug nach Schloss Wissen aufs Kartoffelfeld nach – und durften dabei selbst zu kleinen Erntehelfern werden.
Meist liegt die Kartoffel wie selbstverständlich im Supermarktregal. Wir kennen sie als Kartoffelpüree, Ofenkartoffel, Reibekuchen oder Pommes. Doch bevor die Kartoffel auf unseren Tellern landet, hat sie bereits eine lange Reise hinter sich. Wo diese Reise beginnt, konnten die Kinder des St.-Cyriakus-Kindergartens aus Weeze jetzt hautnah erleben. Bei ihrem Besuch auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Schloss Wissen – bei bestem Spätsommerwetter - ging es direkt hinaus aufs Feld. Dort konnten die Kinder zunächst beobachten, wie die Kartoffeln mit großen Erntemaschinen aus der Erde geholt werden. Am spannendsten war dabei sicher der Kartoffelroder! Dabei erfuhren sie, wie Kartoffeln angebaut werden, wann der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen ist und wie viel Arbeit notwendig ist, bevor aus einer kleinen Knolle schließlich ein fertiges Lebensmittel wird.
Besonders spannend wurde es, als die Kinder selbst mit anpacken durften. Mit Eimern und Schippen ausgestattet, machten sie sich auf die Suche nach den Kartoffeln, die nach der Ernte noch auf dem Feld lagen. Schnell entwickelte sich daraus eine richtige Schatzsuche: Jede entdeckte Kartoffel wurde begeistert aufgehoben und stolz im eigenen Eimer verstaut.
So wurde aus einem gewöhnlichen Erdapfel plötzlich etwas ganz Besonderes. Die Kinder konnten sehen, fühlen und selbst erleben, wo dieses Lebensmittel herkommt – und dass Kartoffeln eben nicht im Supermarkt entstehen.
Natürlich durfte die eigene Ernte anschließend mit nach Hause genommen werden. Dort konnten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern die Kartoffeln verarbeiten. Vom Acker über den eigenen Eimer bis in die heimische Küche wurde damit der Weg dieses Lebensmittels unmittelbar erlebbar.
Am Ende nahmen die kleinen Erntehelfer deshalb weit mehr als einen Eimer Kartoffeln mit nach Hause: die Erfahrung, dass dieses Lebensmittel seinen Ursprung definitiv nicht im Supermarkt hat, sondern auf dem Feld und das es durchaus Arbeit kostet, um es aus der Erde heraus zu befördern. Und vielleicht auch die Erkenntnis, dass selbstgeerntete Früchte - in der heimischen Küche zubereitet – richtig lecker und dabei auch noch gesund sind!