Kinder teilen Ideen für Spielplatzgestaltung zur Landesgartenschau 2029 in Kleve im Moritzpark. Foto: privat
21. Oktober 2026 Von NN-Online · Kleve

Kinder gestalten Spielplatz der Zukunft im Moritzpark

Beteiligung der jungen Klever im Rahmen der Landesgartenschau 2029

KLEVE. Ein Trampolin, ein Wasserbecken, eine „große Rutsche mit Kurven“ und ein Fun-Track für den Roller des dreijährigen Nachwuchspiloten: Die Wünsche der Kinder für den Spielplatz am Moritzpark sind so bunt und vielfältig wie ihre Fantasie. Und genau die ist gefragt! Denn im Zuge der Landesgartenschau Kleve 2029 soll der Spielplatz in der Oberstadt ein völlig neues Gesicht bekommen. Wie dieser aussehen könnte, dürfen die Kinder selbst mitgestalten.

Unter dem Motto „Mach dein Ding – Zukunft selbst gestalten“ hatten Michael Gesikiewicz und sein Kollege Jan-Peter Heinz die jungen Klever zu einem kreativen Nachmittag auf den Spielplatz eingeladen. Dabei wurde gemalt, gebaut, überlegt und geträumt. Schließlich wissen die Kinder selbst am besten, was einen Spielplatz zu einem echten Lieblingsort macht.

Damit sie ihre Ideen gut einbringen können, hatten die Organisatoren bereits in einigen Kindergärten, Grundschulen und im Förderzentrum wichtige Vorarbeit geleistet. Dort erfuhren die Kinder, was eine Landesgartenschau ist, wie ein Beteiligungsverfahren funktioniert und welche Rechte sie haben. Denn die UN-Kinderrechtskonvention stärkt das Recht von Kindern, bei Angelegenheiten, die sie betreffen, gehört zu werden und mitzubestimmen. „Das wissen viele nicht“, sagt Jan-Peter Heinz. Umso schöner, wenn aus diesem Wissen ganz konkrete Ideen für die eigene Stadt wachsen!

Rutschen, Wasser und jede Menge Bewegung

Zwei Rutschen nebeneinander – so wie heute, nur etwas größer – stehen bei den Kindern hoch im Kurs. Auch Wippe, Karussell, Hüpfburg sowie Kletter-, Hangel- und Balanciermöglichkeiten dürfen auf ihren Wunschzetteln nicht fehlen. Die Vorstellungen wurden mit bunten Stiften aufs Papier gebracht oder gleich mit Legosteinen zum Leben erweckt. Ein Junge baute sich kurzerhand sein eigenes Baumhaus. Und eine Farbe tauchte beim Bauen immer wieder auf: Blau! Denn Wasserelemente wünschen sich viele Kinder für ihren neuen Spielplatz.

Auch die Erwachsenen haben ihre Herzenswünsche. Einige Eltern hoffen sehr, dass die beliebte Hangrutsche erhalten bleiben kann. Sie kennen sie noch aus ihrer eigenen Kindheit – und bis heute begeistert sie kleine und große Nutzer. Allerdings ist eine neue Hangrutsche unter den heutigen Rahmenbedingungen mit erheblichen Kosten verbunden, erklärte Hannah Janßen, Abteilungsleiterin der Stadtplanung.

Ein Spielplatz, der zur Natur passt

Bei aller Fantasie müssen auch die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden. Spielbereiche für Kinder und Jugendliche werden grundsätzlich getrennt geplant, erläuterte Hannah Janßen. Denn wenn die Kleinen spielen und die Größeren ihre eigenen Abenteuer erleben, braucht es Raum für beide.

Zunächst sind bis zum 31. Oktober die jüngeren Kinder gefragt. Ihr Spielplatz soll künftig oben in der Oberstadt liegen. Dabei spielen auch die alten Bäume im Moritzpark eine wichtige Rolle. Nicht jedes Spielgerät lässt sich ohne Weiteres aufstellen: Manchmal muss der Boden angepasst werden, gleichzeitig dürfen die empfindlichen Baumwurzeln nicht beschädigt werden. Michael Verfürth, Grünplaner der Stadt, erläuterte vor Ort, worauf es bei der Planung ankommt.

Und auch über den Spielplatzrand hinaus gibt es Ideen: Ein aus Düsseldorf zugezogenes Anwohner-Ehepaar wünscht sich langfristig ein Café oder einen Kiosk in der Nähe. Dazu Sitzgelegenheiten, die mehr ermöglichen als eine kurze Pause auf einer einzelnen Bank – nämlich Begegnungen, Gespräche und ein lebendiges Miteinander.

Mitreden erwünscht – die nächsten Termine

Die Ideen sind gesammelt, die Fantasie ist geweckt – und die Beteiligung geht weiter! Am Samstag, 7. November, von 14 bis 17 Uhr wird in den Räumen des Fördervereins der Landesgartenschau 2029 am Spoyufer 3 weitergedacht, geplant und gestaltet. Auch zur abschließenden Besprechung am 17. November von 17 bis 18.30 Uhr im Rathaus sind die Kinder willkommen.

Denn bei der Landesgartenschau Kleve 2029 geht es nicht nur darum, neue Räume zu schaffen. Es geht darum, Orte zu gestalten, an denen sich Menschen wohlfühlen, Kinder ihre Ideen wiederfinden und alle Generationen zusammenkommen.

Die Kinder bringen ihre Wünsche und Ideen ein, wie der Spielplatz am Moritzpark zur Landesgartenschau 2029 in Kleve aussehen soll. Foto: privat

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