"Peter Lihs, Anja Hummler, Felix Moeselaegen präsentieren Herbstfest Kevelaer Konzept"
4. Oktober 2026 · Thomas Langer · Kevelaer

Kevelaer feiert sein 1. Herbstfest

Neues Veranstaltungsformat am 16. bis 18. Oktober mit Marktständen, Streetfood und Kunst

KEVELAER. In Kevelaer bahnt sich ein neues Veranstaltungsformat an: Mit dem ersten „Herbstfest Kevelaer“ von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. Oktober, möchten die Unternehmervereinigung Kevelaer (UVK), die Stadt und die Eventagentur Pro Motion Bochum den Grundstein für eine neue Tradition legen. Unter dem Motto „Ein Fest für alle“ kündigt sich ein abwechslungsreiches Angebot mit rund 50 Ausstellern an.

Der Weg bis hierher sei zwar nicht immer ohne Hindernisse verlaufen, verraten Peter Lihs von Pro Motion und Felix Moeselaegen von der UVK, „aber es ist ein schönes Gemeinschaftsprojekt.“ Das Vorhaben sei von Anfang an von einem guten Miteinander geprägt gewesen. Das gemeinsame Ziel ist klar formuliert: die Kevelaerer Innenstadt beleben und sichtbar machen.

Als Felix Moeselaegen die Idee an Peter Lihs herangetragen hatte, musste dieser sich nicht lange bitten lassen. „Was mich sofort begeistert hat, war das Konzept: Kevelaerer machen etwas für Kevelaerer.“ Daher auch das Motto „Ein Fest für alle.“ Jeder soll die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen: Geschäftstreibende, Ehrenamtler oder einfach nur jene, die etwas vorstellen möchten. „Wir bieten eine Plattform, auf der man sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren kann“, sagt Peter Lihs.

Falafel bis Traditions-Bier

Vom Ergebnis darf man sich bald selbst überzeugen: Auf dem Bürgerplatz neben dem Rathaus wird der Streetfood-Markt sein Lager aufschlagen. Peter Lihs verspricht einen attraktiven Mix mit regionaler und internationaler Küche: Fisch, Burger, belgische Waffeln, französische Crêpe, orientalische Küche wie Falafel, vegetarische Bowls, Kartoffelspezialitäten mit Dips, Knoblauchbrot – eventuell stößt noch ein tadschikistanischer Stand hinzu. „Das wäre dann etwas ganz Besonderes!“

Auch bei den Getränken hat man die Qual der Wahl. Passend zur Oktoberfest-Zeit gibt es Bierspezialitäten vom traditionsreichen Kloster Andechs. Wer es weniger herb mag, kann unter anderem aus der Liste urbaner Longdrinks wählen. Für das Plus an Aufenthaltsqualität sollen Sitzgarnituren und Beleuchtungen sorgen – bei Bedarf auch Schirme oder Heizpilze. „Wir wünschen uns, dass Menschen zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam essen“, sagt Peter Lihs. Der Streetfood-Markt hat allerdings eigene Öffnungszeiten: Freitag von 17 bis 22 Uhr, Samstag von 12 bis 22 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

Nebenan auf der Rathauswiese entsteht eine Kunst-, Skulptur- und Gartenausstellung. Zu sehen sein werden unter anderem große Metall- und Steinskulpturen aus der Galerie Shona-Art aus Witten. Damit weht teils ein exotischer Wind: „Es sind Künstler aus Simbabwe, mit denen diese Galerie seit Jahren kooperiert“, erläutert Peter Lihs. Hinzu kommen Gartenkunst zum Mitnehmen, Werke des Kevelaerer Künstlers Hermann Tebarts (illuminierte Brunnen und Wasserspiele für den Garten) sowie geschmiedete Gartenkunst von Daniel Wagner aus der Eifel.

Angebot in der Stadt

Viel zu entdecken gibt es zudem noch bei den Ständen auf der Haupt- und Busmannstraße in der Innenstadt. Neben den holländischen Händlern findet sich hier vor allem handgemachtes Kunsthandwerk (regionales wie internationales). Hier stellen unter anderem ein Riemenschneider, Imker, Möbelbauer, eine Kerzendreherin, Harzkünstlerin und Floristin ihr Schaffen aus. Aber auch ausgewählte Einzelhändler präsentieren sich.

Enden wird der Markt am Kapellenplatz, der beide Straßen zudem miteinander zu einem Rundlauf verbindet. Auch hier warten Angebote auf die Besucher. „Als Agentur bringen wir noch Leute aus unserem Portfolio mit. Aus dem Ruhrgebiet zum Beispiel“, sagt Peter Lihs. Ein Highlight: ein Kollektiv aus Frankreich, das französische Spezialitäten feilbietet: Wurst, Käse, Brote, Lavendel, Seifen.

Die Zeiten für die Innenstadt: Freitag 12 bis 20 Uhr, Samstag 12 bis 20 Uhr, Sonntag 12 bis 18 Uhr. Der verkaufsoffene Sonntag findet zwischen 13 und 18 Uhr statt.

Mit dem Herbstfest möchten die Veranstalter dazu beitragen, die Innenstadt langfristig zu beleben. „Mit Qualität holst du Leute in die Stadt“, weiß Felix Moeselaegen. „Du musst den Leuten etwas bieten, damit sie auch von weiter her kommen.“ Anja Hummler vom Schauplatz stimmt zu: Positive Erinnerungen durch solche Events verknüpfe man mit der Innenstadt. „Dann kommen viele auch unter der Woche noch einmal wieder“, ist sie überzeugt.

Aber auch für die Aussteller und Händler sei so ein Event eine besondere Situation: „Wenn Leute durch die Stadt strömen, reißt uns Händler das auch mit. Dann genießen wir auch diese besondere Atmosphäre. Es ist ein anderes Arbeiten, wenn wir die Menschen direkt auf der Straße in Empfang nehmen können“, sagt Hummler.

Das Herbstfest soll übrigens nicht die letzte Neuerung bleiben. Gerade für 2027 sei noch einiges in Planung, verrät Hummler. „Es bewegt sich gerade vieles in die richtige Richtung.“ Viel mehr dazu lässt sie sich derzeit aber noch nicht entlocken.

Peter Lihs, Anja Hummler und Felix Moeselaegen stellten das Konzept hinter dem 1. „Herbstfest Kevelaer“ vor. NN-Foto: Thomas Langer

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