Keppeln: „Möökeshüss“ wird zum neuen „Heimatliebe“-Orden
Die „Queekespiere“ reformieren ihre Auszeichnung – nächster Preisträger im Juni 2025
KEPPELN. Im Mittelpunkt steht die Heimatliebe: Die Karnevalsgesellschaft Queekespiere möchte ihren „Orden van et Möökeshüss“ modernisieren. Die Auszeichnung wird seit 1978 an Persönlichkeiten und Gruppen verliehen, die sich in besonderer Weise um Brauchtum und Mundart am Niederrhein verdient gemacht haben.
Bunt und vielfältig
„Heimatliebe bedeutet für uns, mehr als nur Tradition zu bewahren – es geht um das Engagement für die Gemeinschaft, für Kultur, Sport und das tägliche Miteinander“, betont Stephan Hünting, Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft. „Mit dem ‚Möökeshüss‘-Orden möchten wir Menschen ehren, die unsere Region in besonderer Weise prägen und bereichern.“ Diese Heimatliebe sei bunt und vielfältig, genau wie das Leben am Niederrhein. Zukünftig soll der „Möökeshüss“-Orden in unterschiedlichen Kategorien verliehen werden, um die Breite und Vielfalt des Engagements in der Region sichtbar zu machen. „Kultur, Musik, Sport, besonderes soziales Engagement und die Förderung von Kindern und Jugendlichen – das sind die Bereiche, in denen wir herausragende Leistungen ehren möchten“, sagt Hünting: „Wir möchten Projekte und Menschen ins Rampenlicht rücken, die uns Mut machen und die Vorbilder für andere sind.“
Vorschläge
Ein weiteres Element der Modernisierung ist die stärkere Einbindung der Öffentlichkeit in den Auswahlprozess. Während bisher allein eine Jury den neuen Ordensträger aussuchte, sollen in Zukunft alle Bürger Vorschläge für potenzielle Ordensträger einreichen können. Stephan Giesen, Sitzungspräsident der Queekespiere, erklärt: „Unser ‚Uitruuper‘ Stephan Hünting wird bei der Keppelner Kirmes verkünden, in welcher Kategorie der Orden vergeben werden soll, anschließend werden wir noch im Festzelt – nach dem Tanz unseres Queekenballetts – die ersten Vorschläge sammeln. Anschließend können bis Jahresende auch online Kandidaten genannt werden. Wir sind gespannt auf die Ideen der Menschen, die ihre Heimat ebenso lieben wie wir.“
Auch die Verleihung selbst wird neugestaltet. „Statt förmlicher Reden und steifer Zeremonien setzen wir auf eine familiäre Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlen – ganz so, als säßen wir zusammen in einem großen Wohnzimmer“, erläutert Giesen. Bei der Verleihung soll es Raum für Gespräche auf Augenhöhe geben, begleitet von Musik und kleinen Überraschungen. „Wir haben schon intensiv mit den Planungen begonnen“, verrät der Sitzungspräsident.
„Herzstück“
Die Karnevalsgesellschaft hat sich zudem entschieden, die Verleihung künftig nicht mehr im November stattfinden zu lassen, sondern einen neuen Termin im Sommer zu etablieren. „Der Samstag nach Pfingsten, 2025 der 14. Juni, wird der neue feste Termin für die ‚Möökeshüss‘-Verleihung“, verrät Giesen. Im Jahr 2024 wird daher keine Verleihung stattfinden, da sich der Verein intensiv auf das neue Format vorbereitet.
„Heimatliebe ist das Herzstück unserer Gemeinschaft am Niederrhein, und der ‚Möökeshüss‘-Orden ist unser Symbol dafür. Wir freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren Menschen zu ehren, die unsere Region lebenswert und besonders machen“, sagt Stephan Hünting.
In diesem Jahr wird Stephan Hünting (m.) als Uitruuper nicht, wie in den vergangenen Jahren, den neuen Ordensträger verkünden, sondern die Kategorie, in der der Orden verliehen werden soll. Im vergangenen Jahr wurde der Uitruuper begleitet von Peter Quinders (l.) und Arnold Janssen. Foto: Christian Breuer