Karneval mit Witz und Herz
Karnevalsfrauen begeistern bei Büttensitzungen mit viel Kreativität
LABBECK. Mit einem dreifachen „Labbeck Helau“ feierten die Karnevalsfrauen in Labbeck am Freitag und Samstag ihre traditionellen Büttensitzungen – jeweils pünktlich um 19.11 Uhr. Unter der schwungvollen Moderation von Marion Pieper erlebten die Besucher zwei rundum gelungene Abende voller Witz, Musik und närrischer Kreativität.
Gleich zu Beginn sorgte das Ensemble mit den Liedern „Labbeck Helau“ (zur Melodie von Sweet Caroline) und „Karnevalsfieber“ (angelehnt an Inselfieber) für beste Stimmung im Saal. Schnell wurde klar: Das Publikum durfte sich auf ein buntes Programm freuen. Kim van Leyen, Bernhardine van de Weyer, Walburga Thesing und Nina Weiland bewiesen bei einer ebenso entspannten wie entlarvenden „Massage“, dass sich eheliche Probleme am besten zwischen Räucherstäbchen und Wellnessliege besprechen lassen – manchmal mit überraschenden Wendungen. Ein Wiedersehen gab es mit den beliebten Figuren Hiltrud und Karl-Heinz: Marina Jakobs und Jenny Kaja nahmen das Publikum mit auf die turbulente „Ehe“-Reise ihres Lebens. Aktueller hätte das Kita-Stück kaum sein können: Barbara Quinders, Katrin Ricken, Verena Rotschen, Nina Weiland, Walburga Thesing und Simone Camacho-Weyenberg schilderten das herrlich-chaotische Treiben in einer Kindergarten-WhatsApp-Gruppe. Im Hühnerstall wiederum ließen Jenny Kaja und Bernhardine van de Weyer als kluge Stallbewohnerinnen tief blicken und präsentierten ihre ganz eigenen „Labbecker Nachrichten“. Artistisch wurde es mit „Bubsi Boa“ (Barbara Quinders) und „Kimaconda“ (Kim van Leyen), die unter der Leitung von Zirkusdirektorin Birgit Hinßen als biegsame Schlangenfrauen das Publikum staunen ließen. Für viele Lacher sorgte auch die Selbsthilfegruppe „Schweigen der Männer“, in der die Karnevalsfrauen mit viel Wortwitz das Thema Gefühlswelt humorvoll beleuchteten.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Tanzgarde aus Appeldorn mit ihren Gruppen „Funken“ und „Sternchen“, begleitet vom Prinzenpaar Mia und Jamie. Moderne Partnersuche stand im „Tinderstück“ im Fokus: Mit einem Augenzwinkern zeigten die Akteurinnen, wie schnell Wischen und Schummeln Folgen haben kann. Als „Helga & Marianne“ diskutierten Nina Weiland und Walburga Thesing pointiert über Schönheitswahn und würdevolles Altern. Selbstironisch wurde es mit dem Lied „Scheiße verkleidet“, das kleine Kostüm-Pannen augenzwinkernd feierte.
Beim großen Finale tanzten schließlich alle wie ein Schlumpf – und bewiesen einmal mehr: Der Karneval in Labbeck lebt von Gemeinschaft, Kreativität und jeder Menge Herzblut. Ein besonderer Dank galt auch Leo Eliab, der für Musik und Technik verantwortlich zeichnete und so zum reibungslosen Ablauf der Abende beitrug.